Förderprogramm der Dorferneuerung endet Mitte Oktober

Sanierung unter Zeitdruck: Arbeiten an Friedhofskapelle in Cornberg

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Auch vor einer Friedhofskapelle macht die Witterung nicht Halt: Die Kapelle in Cornberg hat Schäden an Dachrinne und Putz. Bis Mitte Oktober muss die Sanierung abgeschlossen sein, denn dann endet das Förderprogramm der Dorfererneuerung. 

Cornberg. Eile ist geboten: Die Friedhofskapelle in Cornberg muss sobald wie möglich saniert werden. 

Der Grund: Das Förderprogramm der Dorferneuerung, das die Sanierung zur Hälfte finanziert, endet Mitte Oktober, ohne Aussicht auf Verlängerung.

Für die fünf Firmen, die die Gemeinde mit den Arbeiten beauftragt hat, heißt das jetzt, Gas geben. Doch das geht nicht sofort, denn die Gewerke sind derzeit noch mit anderen Bauarbeiten beschäftigt. Also wird erst ab September die Kapelle für insgesamt 30 000 Euro wieder in Schuss gebracht, mit einem straffen Zeitplan.

Einst stand das Friedhofsgebäude auf dem Außengelände: Mittlerweile ist ein Wäldchen um die Kapelle herum gewachsen. Um den Wald nicht in Brand zu setzen, wird die Ölheizung jetzt auf Elektro umgestellt. Foto:  Bildarchiv Gemeinde Cornberg/Aufnahmedatum unbekannt.

Doch Cornbergs Bürgermeister Achim Großkurth ist zuversichtlich. „Die Reparaturen sind kein Teufelswerk, das sollte in der Zeit funktionieren. Und dann hoffe ich, dass die Friedhofskapelle die nächsten 30 Jahre hält.“ Dass die Renovierung nötig ist, daran besteht kein Zweifel, wenn man die Friedhofskapelle genauer unter die Lupe nimmt. Von außen sind kaputte Dachrinnen zu erkennen. „Wenn es regnet, fließt das Wasser an genau acht Stellen aus der Dachrinne und läuft die Wände hinunter“, erklärt Großkurth. Das verursache Schäden am Putz.

Dem Wetter ist auch die Nebentür zum Opfer gefallen. Die marode Tür soll durch eine neue ersetzt werden.

Austausch der Heizung

Doch das Hauptaugenmerk der Sanierung liegt auf der alten Ölheizung. Als die Kapelle 1951 gebaut wurde, stand sie auf einem leeren Gelände. Mittlerweile ist das Gebäude von einem Wäldchen umgeben. Um dieses nicht mit der alten Ölheizung in Brand zu setzen, soll nun auf eine Elektroheizung umgerüstet werden. Sie wird per Druckschalter zu bedienen sein, um Energiekosten zu sparen. „Bisher haben es unsere Toten immer warm gehabt“, da die Heizung oft lief, sagt Großkurth. In Zukunft soll nun gezielter geheizt werden - und zwar nur dann, wenn sich jemand in der Kapelle aufhält.

Die Witterung hat ihre Spuren hinterlassen: Sowohl die Dachrinne als auch der Außenputz an der Friedhofskapelle sind in keinem guten Zustand mehr und müssen erneuert werden.

Für den Innenraum der Friedhofskapelle ist nach dem Austausch kaputter Fliesen ein neuer Anstrich geplant. Außerdem ist für den vorderen Bereich eine neue Struktur vorgesehen, mit veränderter Sargaufstellung undstufenlos. „Denn die Stufe im Eingang ist eine gefährliche Falle“, erklärt Großkurth.

Wenn die Sanierung des Gebäudes Mitte Oktober abgeschlossen ist, wird der Bürgermeister sicher erleichtert aufatmen können. Dann ist das letzte Projekt der Dorferneuerung im öffentlichen Bereich beendet. Zuvor konnten die Feuerwehr, der Marktplatz, der Dorfladen sowie der Sportplatz von der Förderung profitieren.

Quelle: HNA

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