Sanierung des Automobilzulieferers Neumayer Tekfor kommt voran

Gute Nachrichten: Zwei Investoren interessieren sich für den Automobilzulieferer Neumayer Tekfor, der in Rotenburg noch besser unter dem früheren Namen RMW bekannt ist. Archivfoto: Janz

Rotenburg / Offenburg. Die Versuche, die angeschlagene Offenburger Firma Neumayer Tekfor zu retten, kommen voran. Die Gläubiger haben einem Sanierungskonzept des Automobilzulieferers zugestimmt, der in seinem Rotenburger Werk 330 Mitarbeiter beschäftigt.

Außerdem machen die Gespräche mit Investoren nach Angaben des Unternehmens Fortschritte.

Eigenverwalter Joachim Exner und der vom Amtsgericht bestellte Sachwalter Dr. Jan Markus Plathner haben der Gläubigerversammlung vorgeschlagen, die einzelnen Tochtergesellschaften von Neumayer Tekfor in separaten Verfahren in Eigenverwaltung zu sanieren. Entsprechende Insolvenzpläne sollen bis Mitte März vorgelegt werden.

Stimmen die Gläubiger zu, „dann können auch die formell für die Gesellschaften laufenden Insolvenzverfahren wieder aufgehoben werden“, sagte Firmensprecher Sebastian Brunner.

Zwei Angebote

Danach könnten dann Investoren bei der Holding einsteigen und alle Tochtergesellschaften kaufen. Bislang lägen zwei verbindliche Angebote für eine Übernahme der gesamten Gruppe vor, die weltweit 3300 Mitarbeiter beschäftigt. Die Verhandlungen sollen im zweiten Quartal abgeschlossen werden.

„Durch dieses Verfahren erreichen wir den Erhalt der Gruppe als Ganzes“, erklärten Exner und Plathner am Rande der Gläubigerversammlung am Donnerstag in Offenburg.

Seitdem das Schutzschirmverfahren im September 2012 eröffnet wurde, sei es gelungen, die Produktivität aller Werke zu steigern. Trotz der schwachen Automobilkonjunktur seien wieder positive Ergebnisse erzielt worden. Dadurch konnte auf größere Einschnitte beim Personal verzichtet werden.

Von Marcus Janz

Quelle: HNA

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