Gerüchte stimmen nicht

Cornberger Sandsteinmuseum bleibt

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Spannende Faksimiles: Heimatforscher Heinz Moch erläutert die Inhalte seiner Sonderausstellung, die geschichtlichen Zusammenhänge und Details zu den Sammlerstücken.

Cornberg. „Das Cornberger Sandsteinmuseum steht nicht zur Disposition“, diese erlösende Mitteilung brachte Cornbergs Bürgermeister Achim Großkurth mit in die Jahreshauptversammlung des Heimat- und Verkehrsvereins Cornberg.

Damit wurde dem Gerücht entgegengetreten, dass das Sandsteinmuseum aufgrund der Schutzschirmregelung geschlossen werden müsse.

„Das Sandsteinmuseum Cornberg leistet einen Beitrag an der und auch für die Gemeinde“, erklärte der Bürgermeister. In Verbindung mit einem neuen Betreiber des Restaurants und Hotels wolle man das über die Kreisgrenzen hinaus bekannte Museum „wieder in Schwung bringen“, kündigte er an.

Sonderausstellung

Vorsitzende Renate Simon berichtete von zahlreichen Veranstaltungen. Derzeit läuft eine Sonderausstellung Faksimile des teuersten Buches der Welt (Evangeliar Heinrich des Löwen von 1188) mit historischen Buch- und Bilddokumenten Cornbergs und des Klosters Cornberg, zusammengestellt von Vereinsmitglied und Heimatforscher Heinz Moch. Außerdem sind Gezähe (Werkzeuge) der Bergleute von Sammler Wilfried Cyplik ausgestellt.

Die Museumsmitarbeiter hatten das Museum im vergangenen Jahr an 44 Sonn- und Feiertagen geöffnet und bei 16 Sonderführungen rund 1000 Interessierte durch Museum, Sandsteinbruch, Kloster und Mineralienschaudepot geführt.

Auch in diesem Jahr wollen sich die Cornberger am Tag des Offenen Denkmals beteiligen, der unter dem Motto steht: „Jenseits des Guten und Schönen: Unbequeme Denkmale?“ Da gleichzeitig eine Ausstellung von Musiktruhen des Sammlers Mario Darmann im Seminargebäude im Steinbruchareal geplant ist, sollen Ausstellung, Führungen, gemeinsame Kaffeetafel und Kinderspielen zusammengeführt werden, heißt es in dem Bericht von Pressewart Helmut Reker.

Das Sandsteinmuseum Kloster Cornberg ist an Sonn- und Feiertagen jeweils von 13 bis 17 Uhr geöffnet. Der angrenzende ehemalige Steinbruch mit Europas größter Saurierfährtenplatte sowie einem umfangreichen Mineralienschaudepot kann nur im Zuge von Führungen besichtigt werden. Führungen in Museum, Kloster, Sandsteinbruch/Mineralienschaudepot werden für Gruppen nach vorheriger telefonischer Terminvereinbarung angeboten. (red/sis)

Kontakt: 1. Vorsitzende Renate Simon, Telefon 05650/286 oder Gemeindeverwaltung Cornberg, Regina Panitz-Itter, Telefon 05650/96970.

Quelle: HNA

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