Kein Chlorgas mehr und neue Karten

Zum Saisonstart im Ronshäuser Badepark gibt es wichtige Neuerungen

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Alles vorbereitet: Im Badepark Ronshausen beginnt die Freibadsaison am Donnerstag mit neuen Eintrittskarten. Bürgermeister Markus Becker hält sie auf unserem Foto in einer Sortierbox parat. Daneben eine Rolle mit den ausgemusterten alten Billets. Wichtigste Änderung im Badepark ist allerdings der Wegfall der Chlorgasanlage, die der Gemeinde mehrfach Sorgen bereitete.

Ronshausen. Chlorgasalarm im Badepark Ronshausen – die Zeiten, als diese Nachricht Badegäste, Personal und Anwohner aufschreckte, sind vorbei.

Nachdem es zuletzt im August 2015 und im August 2012 zu zwei Störfällen gekommen war, hat die Gemeinde Ronshausen sich in Zusammenarbeit mit den Schwimmmeistern und der Wartungsfirma, die die Anlage betreut, entschieden, kein Chlorgas mehr einzusetzen.

„Das dient der Sicherheit und beseitigt einen riesigen Störfaktor, da die Gas-Anlage ja ständig unter Druck steht und es trotz sorgfältiger Wartung immer zu Leckagen kommen kann“, sagt Ronshausens Bürgermeister Markus Becker. Das und auch das Risiko von Fehlalarmen habe man nun beseitigt. Die Lösung heißt Chlorgranulat. Auf Chlor wird also nicht verzichtet, aber der Stoff wird als Granulat gelagert und erst kurz bevor er dem Wasserkreislauf der Schwimmbecken beigefügt wird, verflüssigt. „Und das ist im Vergleich zum Chlorgas ungefährlich“, sagt Becker erfreut.

Das neue System dockt an die bestehende Mess- und Regeltechnik des Badeparks an und ist voll kompatibel. „Außer der Chloranlage mussten wir also nichts verändern“, sagt der Verwaltungschef. 8000 Euro habe das gekostet.

Raum frei für weitere Toilette

Wenn sich das neue System bewähre, sei auch der bisherige Hochsicherheitsraum, in dem bislang die Chlorgasflaschen gelagert wurden, frei. Ziel sei es, darin eine neue barrierefreie und behindertengerechte Toilette einzubauen, wünscht sich Becker.

Wenn der Badepark am Donnerstag um 10 Uhr eröffnet wird, erwartet die Besucher zudem ein neues Kassensystem mit neuen Eintrittskarten – die bisherigen Rollenmarken haben ausgedient. „Wir hätten die alten Eintrittsmarken nachdrucken müssen – und das wäre unverhältnismäßig teuer geworden“, berichtet der Bürgermeister. Stattdessen habe die Gemeinde eine über Werbung auf der Rückseite der neuen Pappkarten finanzierte Sponsorenlösung gefunden. Ronshäuser Unternehmen vom Einkaufsmarkt bis hin zur Tankstelle werben dort.

Schneller durch die Kasse

Mit dem Erlös aus dieser Werbung konnte die Gemeinde zudem eine neue Registrierkasse bestellen. „Durch das neue Kassensystem wollen wir künftig lange Schlangen am Einlass vermeiden – früher musste ja alles noch von Hand ausgerechnet werden“, berichtet Becker. Schließlich gibt es Eintrittskarten in 14 verschiedenen Preisgruppen – von der günstigsten Einzelkarte für 1,20 Euro bis zur Familien-Saisonkarte für 140 Euro.

Damit das Schwimmbad pünktlich in die Saison starten kann, sind alle Anlagen bereits seit Anfang Mai im Echtbetrieb. Grund dafür ist, dass die Wasserproben schon 14 Tage vor dem Start gezogen und der Genehmigungsbehörde beim Landkreis vorgelegt werden mussten.

Zur Eröffnung fehlen auch noch neue Stühle und Tische, die es den Besuchern im Außenbereich künftig noch gemütlicher machen sollen. Sie sind laut Bürgermeister Becker bestellt, aber noch nicht ausgeliefert worden.

Quelle: HNA

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