Rüstzeug für die Zukunft

Erfurter Studenten stellten Entwicklungskonzept für Bebra vor

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Nicht überall ist Bebra so idyllisch wie auf diesem Foto: Das alte Rathaus ist eines der Schmuckstücke. Auf dem kleinen Foto Erfurter Studenten bei der Präsentation. Foto:  Schankweiler-Ziermann/2. Foto: privat

Bebra. Studenten der Fachhochschule Erfurt präsentierten kürzlich das sogenannte „Integrierte kommunale Entwicklungskonzept für Bebra in der Aula des Beruflichen Gymnasiums.

Zeitgleich brannte der Dachstuhl von Semms Ecke in Bebra und lenkte vom Thema IKEK ab. Das aber sei vergleichbar spannend, heißt es vonseiten des städtischen Bauamts.

Als wichtigste Maßnahmen nannten die Studenten ein Nachnutzungskonzept für die Innenstadt, einen barrierefreien Umbau unter anderem der öffentlichen Gebäude und Haltestellen sowie an dritter Stelle die Förderung des Tourismus.

Die Studenten haben sich nach einer Bestandsaufnahme und Analyse mit den Bereichen Siedlungsentwicklung, Verkehr, Wirtschaft, Tourismus und Infrastruktur beschäftigt. Auf gut 150 Folien veranschaulichten die angehenden Stadt- und Raumplaner Fakten zu Bebra samt Ortsteilen, stellten ihre unter anderem bei einer Exkursion gewonnenen Erkenntnisse vor, samt einem Konzept.

Infrastruktur und Tourismus

Mithilfe einer Analyse, die Stärken, Schächen, Chancen und Gefahren (englisch SWOT = Strengths, Weakness, Opportunities und Threats) ermittelt, entwickelten die Studenten Pläne zum Handeln. Allerdings konnten sie im Rahmen der studentischen Semesterarbeit nur ein eingegrenztes Spektrum berücksichtigen - das IKEK verfolgt aber einen ganzheitlichen Anspruch. Infrastruktur und Gewerbeflächen sowie Tourismus waren unter anderem Themen.

So ging es etwa um die Entwicklung eines neuen Selbstbewusstseins in Bebra. Zur Siedlungsentwicklung zum Beispiel hatten die Studenten folgende Ideen. Sie regten die Beseitigung des Leerstandes an, plädierten für eine Nachnutzung ortsbildprägender Gebäude, die Umgestaltung des Parks am Anger und der unteren Nürnberger Straße. Vorschläge hier: ein Ärztehaus, ein Bürger- und Mehrgenerationenhaus, ein Café mit regionalen Produkten und ein Quartiersbüro in den leer stehenden Häusern.

Auch die Nutzung der Wasserlage nach dem Vorbild von Erfut, etwa die Freilegung des Bebrabachs und die Einbeziehung der Solz im Angerpark waren Anregungen aus dem Konzept.

Im Bereich Verkehr plädierten die Studenten für ein Rufbussystem.

Die Erkenntnisse aus der Projektarbeit können nun laut Prof. Reinhold Zemke in die weitere Entwicklung eines IKEK einfließen. Das erklärte Zemke auf eine entsprechende Frage von Heiko Sonntag vom Amt für den ländlichen Raum. (ank)

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Quelle: HNA

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