Rudolph (CDU) versteht den Ärger um Spielplätze

Jonas Rudolph

Rotenburg. Der Vorsitzende der Rotenburger CDU-Fraktion zeigt Verständnis für die Empörung, den die Schließung mehrerer Spielplätze hervorgerufen hat.

„Uns macht es auch keinen Spaß, die Anzahl der Spielplätze zu reduzieren, man muss allerdings das Spielplatzkonzept im Gesamtzusammenhang sehen“, sagt Jonas Rudolph.

Die CDU hat vor zwei Wochen gemeinsam mit der UBR das Spielplatzkonzept verabschiedet. Als bereits bis vorigen Mittwoch die Spielplätze an der Ludwigstraße und Hinter dem Finanzamt abgeräumt wurden, übten viele Rotenburger in Leserbriefen und im Internet Kritik.

Ziel des Konzeptes sei es, den hohen Qualitätsanspruch an die Spielplätze zu wahren und eventuell die Gesamtsituation zu verbessern, sagt Rudolph: „Wir wissen, dass die Schließung von Spielplätzen keine populäre Entscheidung ist. Aber es ist einfach nicht möglich, 18 Spielplätze ausreichend attraktiv zu machen und in einem guten Zustand zu erhalten.“

Die Mittel für die Unterhaltung der Spielplätze reichten schon dieses Jahr nicht aus. Hinzu kämen Investitionen von 52 500 Euro in den nächsten Jahren, um den Status quo auf Spielplätzen aufrecht zu erhalten, die zur Disposition stehen. Angesichts des Rotenburger Haushaltsdefizits werde das Regierungspräsidium solche Investitionen nicht genehmigen, sagt Rudolph.

Investitionen vorgesehen

„Der wichtigste Teil des Spielplatzkonzepts wird in der öffentlichen Diskussion bisher leider ausgeblendet“, bedauert Rudolph. Der Beschluss sieht vor, die frei werdenden finanziellen Mittel zweckgebunden in die Pflege und Attraktivitätssteigerung der bestehenden Spielplätze zu investieren.

Bürger hatten angeboten, Patenschaften für Spielplätze zu übernehmen. Dem stehe die CDU positiv gegenüber, denn es stärke die Identifikation mit den Spielplätzen und senke die Unterhaltungskosten. „Allerdings darf man diese Beteiligung nicht überbewerten. Die nötigen Investitionen müssen trotzdem getätigt werden, und eine Patenschaft kann nicht alle kostenträchtigen Arbeiten übernehmen“, sagt Rudolph. Daher blieben auch mit Paten weiterhin Kosten für die Stadt bestehen. (red/mcj)

Quelle: HNA

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