Rotenburgerin Martina Roth ist die beste Auszubildende im Kammerbezirk

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Mit Freude bei der Arbeit: Die 22-jährige Martina Roth lebt ihren Traum als Bäckerin. Sie verbessert sich Tag für Tag und traut sich beim Backen immer mehr zu. Unser Bild zeigt Martina bei ihrer täglichen Arbeit.

Rotenburg. „Mein Ziel war es nie, die Beste zu sein, sondern nur, mein Bestes zu geben", sagt Martina Roth bescheiden. Die Bäckerin erhielt kürzlich den Preis für die beste Gesellenprüfung im Kammerbezirk.

Sie absolvierte sowohl die praktische als auch die schriftliche Prüfung mit der Note 1,0.

Martina Roth bereitete sich zwei Jahre lang in der Familienbäckerei Roth, unter der Leitung ihrer Mutter Petra Roth, auf die Prüfungen vor.

„Die Ausbildung im Familienbetrieb zu machen, hat viele Vorteile. Nachmittags war ich zum Beispiel alleine in der Backstube und konnte sehr gut für die Klausuren lernen“, sagt Roth.

Für den praktischen Teil der Abschlussprüfung musste sie Weizenbrötchen, Roggenmischbrot und Plunder in der Dorfbäckerei Grunz in Sorga backen. Der schriftliche Teil setzte sich unter anderem aus Mathe und Politik zusammen.

„Ich hatte, ehrlich gesagt, nach den Prüfungen ein ziemlich gutes Gefühl, obwohl ich bei der Schriftlichen etwas aufgeregt war“, erzählt Roth. „Aber mit so einem Ergebnis hätte ich trotzdem nie gerechnet“, fügt sie glücklich hinzu.

Umso größer war die Freude über den Brief von der Handelskammer Kassel. Die Ehrung, die eine Urkunde und ein Wochenende für die Handwerksmesse in München beinhaltet, erfüllt die 22-Jährige und ihre Familie mit Stolz.

„Am schönsten war der tolle Empfang von meinen Freunden“, erzählt Martina mit einem Lächeln. „Sie haben sich alle vor der Bäckerei in Rotenburg getroffen und auf mich gewartet, um mit mir zu feiern. Es war ein unbeschreibliches Gefühl.“

Ihre Mutter Petra Roth stand ihr während der Ausbildung stets mit Rat und Tat zur Seite. Auch ihr Freund, der ebenfalls als Bäcker arbeitet, war für Martina Roth oftmals eine große Stütze. „Selbst die Backmittelvertreter standen hinter mir und halfen, wo sie nur konnten. Dieser Rückhalt gab mir ein sicheres Gefühl“, erzählt sie.

Trotzdem ruht sich die zielstrebige Bäckerin nicht auf ihren Lorbeeren aus, da sie mit den Gedanken bereits bei ihrer Meisterprüfung ist. Sie möchte sich erst danach eine Verschnaufpause gönnen.

Die Freude am Beruf gibt Martina Roth die nötige Energie, um täglich die bestmögliche Leistung zu erbringen. Ihr Erfolgsrezept ist ganz einfach: Sie hat ihr Hobby zum Beruf gemacht hat.

Von Sara Gevorgyan 

Zur Person

Martina Roth ist 22 Jahre alt und hat im Juli 2012 die Allgemeine Hochschulreife an der Jakob-Grimm-Schule Rotenburg erworben. Danach machte sie eine Ausbildung als Bäckerin bei ihrer Mutter Petra Roth in der Bäckerei Roth in Rotenburg und schloss diese am 14. Juli 2014 mit einem Notendurchschnitt von 1,0 ab.

Quelle: HNA

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