90 Prozent sind obdachlos

Rotenburgerin bangte um Familie - Taifun zerstörte Heimatdorf auf Philippinen

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Glück im Unglück: Hier wohnte die Schwester von Marijoy Hüther mit ihrer Familie. Die umgestürzte Kokospalme hat das Haus nur knapp verfehlt.

Rotenburg. Taifun Haiyan hat auf den Philippinen im November etwa 5200 Todesopfer gefordert. Die Menschen in den betroffenen Regionen kämpfen immer noch mit der Zerstörung ihrer Heimat und sind auf Hilfe angewiesen.

„Allein würden sie es nicht schaffen“, sagt die Philippinerin Marijoy Hüther. Ihre Mutter und vier Geschwister leben in dem Dorf Culasian (etwa 50 Kilometer von Tacloban entfernt), das von dem Taifun getroffen wurde. „Langsam fangen die Menschen an, ihre Häuser wieder aufzubauen“, erzählt die 45-Jährige, die seit 18 Jahren in Rotenburg lebt und sich im Deutsch-Philippinischen Familien-Verein engagiert.

Marijoy Hüther

In der Region gibt es keinen Strom und auch keine Verwaltung mehr. Auch viele Schulen sind zerstört worden. Etwa 90 Prozent der Einwohner des Dorfes sind obdachlos. „Mittlerweile kann man immerhin über das Internet kommunzieren“, sagt Marijoy Hüther. Zunächst wusste die Rotenburgerin zwei Wochen lang nicht, ob ihre Familie überhaupt noch am Leben ist.

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Von Miriam Linke

Quelle: HNA

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