Rotenburger Soldaten sind aus Kabul zurückgekehrt

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Grüße aus Kabul: Soldaten der zweiten Kompanie des Führungsunterstützungsbataillon 286 haben der Edelweißkameradschaft Sterkelshausen dieses Foto aus Afghanistan geschickt. Das Bild stellte uns der Vorsitzende der Kameradschaft, Martin Schran, zur Verfügung.

Rotenburg / Sterkelshausen. Die 42 Soldaten aus der Alheimer-Kaserne, die seit April in Afghanistan waren, sind wohlbehalten nach Hause zurückgekehrt.

Am Samstag ist Kompaniechef Hauptmann Martin Korthals mit den letzten 17 Rotenburger Fernmeldern aus Kabul wieder in Köln-Bonn gelandet.

„Alle sind körperlich unversehrt zurückgekommen“, meldete Korthals an den Kommandeur des Führungsunterstützungsbataillons 286, Oberstleutnant Lando Pietsch. Die Soldaten waren Teil der Einsatzunterstützungskompanie Kabul, die im Camp Qasba am Flughafen der afghanischen Hauptstadt untergebracht waren.

Grüße in die Heimat 

Bevor sie nach Hause aufbrachen, haben die Soldaten der zweiten Kompanie, die mit dem Alheimer Ortsteil Sterkelshausen verbunden ist, an die Edelweißkameradschaft Sterkelshausen geschrieben. Korthals berichtete vom Dienst in einer „Stadt voller Gegensätze“, in der die Soldaten viel zu tun hatten.

Körperlich sind die Soldaten nach 130 Einsatztagen gesund. Inwiefern sie unter seelischen Belastungen leiden, müsse sich zeigen, sagt Pietsch. Dafür durchlaufen sie ein Einsatznachbereitungsseminar - zusammen mit einer ärztlichen Untersuchung und einer Nachbesprechung.

Für all das kehren die Soldaten noch einmal in die Alheimer-Kaserne zurück. Und dort treten sie auch ihren verdienten Urlaub an. Erst danach steht wegen der anstehenden Kasernenschließung für sie die Verlegung an neue Standort an. „Es haben aber alle schon vor dem Auslandseinsatz gewusst, wann sie wohin versetzt werden“, sagt Pietsch. Diese Planungssicherheit sei für die Soldaten emminent wichtig.

Mit der Rückkehr aus Kabul endet für den Rotenburger Bundeswehrstandort zugleich das Kapitel Auslandseinsätze. Das Führungsunterstützungsbataillon 286 ist ab sofort von der Verpflichtung entbunden, Einsatzkontingente zu stellen, sagte Pietsch. Nun gebe es nur noch Einzelabstellungen: zwei Soldaten machen bis zum Herbst im Kosovo Dienst, einer in der Türkei.

Noch 200 Soldaten

„Wir haben auch vom Personalumfang gar nicht mehr die Möglichkeit, mehr zu leisten“, sagt Pietsch. Aktuell habe das Bataillon eine Tagesantrittsstärke von 110 Soldaten. Mit Feldjägern und Sanitätern sind in der Kaserne laut Pietsch noch etwa 200 Kameraden stationiert: „Und mit jedem Monatsanfang greifen wieder neue Versetzungen.“

Von Marcus Janz

Quelle: HNA

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