Lernen an den Fuldaauen: Rotenburger Naturschutz-Projekt gewinnt Bürgerpreis 

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Schutzwürdig: Auch Eisvögel fühlen sich nach der Flussrenaturierung in Rotenburg an der Fulda wohl. Ein Naturschutzprojekt der Jakob-Grimm-Schule wurde jüngst ausgezeichnet.

Rotenburg. Hier waren kreative Ideen gefragt: Der vom Bundesamt für Naturschutz ausgelobte Deutsche Naturschutzpreis fördert in der Kategorie "Bürgerpreis" lokale Initiativen, die praktisches Naturwissen vermitteln.

Mit dem Projekt "Eisvogel, Uferschwalbe, Flussregenpfeifer Sympathieträger der Flussrenaturierung in Rotenburg an der Fulda" erfüllte die Jakob-Grimm-Schule (JGS) die Kriterien vorbildlich und wurde nun mit dem Förderpreis ausgezeichnet.

50 Projekte hatten sich zuvor für das Finale qualifiziert. In einer Abstimmung im Internet wurden daraus die 20 Gewinner mit den meisten Stimmen ermittelt. Teilgenommen hatten mehr als 17 000 Menschen aus ganz Deutschland.

Das Projekt der Jakob-Grimm-Schule entstand in Zusammenarbeit mit der Stadt Rotenburg. "Der Fluss trägt zum Erhalt der Artenvielfalt bei, ist als schulischer Lernort nutz- sowie stadtnah erlebbar", erläutert der betreuende Lehrer der JGS, Joachim Wagner, die Ziele des prämierten Projekts.

Sonderbiotope anlegen

Mit dem Preisgeld sollen nun Sonderbiotope für Eisvögel, Uferschwalben und Flussregenpfeifer angelegt werden. "Wir haben eine positive Resonanz und viel Sympathie für unsere Bemühungen erhalten", sagt Wagner. Er sei zuversichtlich, dass die Auszeichnung der Initiative weitere Türen öffnen werde.

So sollen die Rotenburger zukünftig mehr über die Schönheit und Vielfalt der Tier- und Pflanzenwelt in der Fuldaaue informiert werden.

Der Bürgerpreis fördert bürgerschaftliches Engagement im Naturschutz mit 2000 Euro. Teilnehmen können Einzelpersonen, Schulklassen oder Initiativen. In diesem Jahr stand der Wettbewerb unter dem Motto "Lebensraum Wasser Vielfalt entdecken, erleben, erhalten". (red/esp)

Quelle: HNA

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