Die Rotenburger Kindertagesstätte „Dreikäsehoch“ hat jetzt drei Hühner

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Langsame Annäherung: Albana, Saphia, Max (von links) und die anderen Kinder der Einrichtung „Dreikäsehoch“ sind künftig für drei Hühner verantwortlich. Geflügelzüchter Hans Krause hilft und gibt Tipps.

Rotenburg. Saphia hält lieber einen halben Meter Abstand und streckt vorsichtig die Hand aus, um das kleine Huhn zu berühren.

Ganz langsam lernen die Kinder der Rotenburger Kindertagesstätte Dreikäsehoch und ihre drei neuen Mitbewohner sich kennen: Drei Hühner sind jetzt in die Kita eingezogen und damit drei Mitbewohner, für die die Kinder fortan die Verantwortung tragen.

Das kleine Spielhäuschen in einer entlegenen Ecke hinter dem Gebäude war lange nicht mehr schön und zuletzt ungenutzt, berichtet Kita-Leiterin Petra Rang. Berufspraktikantin Birgit Hausmann nahm es in Angriff, dem Häuschen einen neuen Zweck zu geben. Das Projekt Hühnerhaus wurde ihre Jahresarbeit.

„Die waren süß“

Mit einer Kinder-Gruppe besuchte Hausmann in Niederellenbach den Vorsitzenden des Rotenburger Geflügelzuchtvereins, Hans Krause. Er zeigte den Kindern verschiedene Vogeleier, Tiere unterschiedlicher Rassen und auch junge Tauben. „Die waren so süß“, schwärmt Saphia.

Namensschild für Pik, Clara und Lily: Birgit Hausmann hat das Projekt Hühnerhaus in der Kita umgesetzt. Mit Kindern montierte sie zur Einweihung ein Schild ans Gehege.

Hans Krause beriet den Kindergarten auch bei der Gestaltung des Hühnergeheges. Als Schutz vor Falke und Bussard empfahl er ein Netz über dem Freilauf rund um das Hühnerhaus. Er wählte für die Kinder drei Tiere der japanischen Rasse Chabo aus. Die seien nicht nur sehr klein, sondern seien auch besonders zahm, so Krause. Die Kinder haben sie Pik, Clara und Lily getauft.

Bei der Gestaltung des Hühnergeheges haben Eltern fleißig mitgeholfen. Ein Zaun musste versetzt werden, das Haus gestrichen, ein Boden eingezogen. Ein Vater baute Legenester. Dass Pik, Clara und Lily immer genügend Körner, Wasser und ein sauberes Zuhause haben, dafür sind künftig die Kinder verantwortlich.

Dankbar

Petra Rang ist den Nachbarn dankbar, dass die sich mit dem Hühnerhaus einverstanden erklärt haben. Die neuen Mitbewohner haben für sie einen hohen pädagogischen Wert. Kinder würden hier lernen, Verantwortung zu übernehmen. „Um die Tiere muss man sich kümmern, egal, wie es einem geht und ob man gerade will.“ Viele Kinder hätten zu Hause kein Haustier mehr.

Im Gegenzug werden die drei Hühner künftig das Frühstück in der Kita brereichern - mit frischen Eiern.

Quelle: HNA

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