Die Rotenburger Jugendfeuerwehr ist 50 Jahre alt

Schwung- und kraftvoll: Nachwuchsfeuerwehrleute versuchen sich beim Zielwerfen mit einem C-Löschschlauch. Fotos: Vöckel

Rotenburg. In Rotenburg wurde ein runder Geburtstag gefeiert: 50 Jahre Jugendfeuerwehr. Eingebunden war dieses Jubiläum in einen Tag mit zahlreichen Attraktionen auf dem Rotenburger Marktplatz.

Zeitgemäß, frisch und anders hatten die Nachwuchsbrandschützer ihr Fest unter freiem Himmel angekündigt. Doch schon beim ersten Programmpunkt, dem Floriansgottesdienst, mussten sie wegen Regens in die Jakobikirche ausweichen. Trotz des Umzugs war das ein festlicher Auftakt, musikalisch umrahmt von der Band „nur.Blech“. Den kirchlichen Teil gestalteten die Pfarrer Lars Niquet und Andreas Schweimer. Danach gab es einen längeren trockenen Abschnitt bis zum Nachmittag. Das war die Zeit für Aktionen auf dem Marktplatz, die Fuldauferolympiade und den Festkommers vor dem Rathaus.

„Wir wollen ein Signal im Umgang mit Alkohol setzen“, sagte Jugendwart Berthold Seil beim Vorstellen des Festmottos „…ohne Sprit, Feuer und Flamme…“. Für den ersten Teil traf das zu. Es wurden nur alkoholfreie Getränke beim Fest ausgeschenkt. Feuer und Flamme gab es gleich zweimal auf dem Marktplatz: am Rauchhaus und aus einem Kübel. Hier übten Kinder das Löschen unter fachlicher Aufsicht.

Überschlag und Atemschutz

Weitere Attraktion für den Nachwuchs waren das Einsteigen auf den Steuersitz der Drehleiter oder hinter das Steuer eines Feuerwehrfahrzeugs, ein Funktionstest auf der Atemschutzstrecke oder im Überschlagssimulator der Kreisverkehrswacht.

Zum Angebot für die Besucher gehörten auch eine Fahrzeug- und Geräteschau der Rotenburger Feuerwehr. Zeitgleich mit den Aktionen auf dem Marktplatz startete die Fuldauferolympiade mit sieben Teams der Jugendfeuerwehren aus Bad Hersfeld, Braach, Haselgrund und Philippsthal.

An acht Stationen mussten die Nachwuchsbrandschützer ihr Können unter Beweis stellen mussten. Dazu gehörten ein Grasskislalom auf einer Betonpiste, Zielwerfen mit einem C-Schlauch und das Zurücklegen einer Strecke auf Getränkekisten, das Beantworten von Fragen, das Schätzen von Entfernungen und das Bewältigen eines Kübelspritzen-Biathlons sowie das Raten der Anzahl von Zügen, die täglich durch Rotenburg fahren.

Beim Festkommers mussten die Jugendlichen der Jubiläumswehr lange auf die Ehrung mit der Jugendflamme warten. Der Grund: Die Glückwünsche und Ansprachen der Gäste von Landrat Dr. Michael Koch über den Landtagsabgeordneten Dieter Franz und die Vertreter der Stadt Rotenburg bis hin zu den Repräsentanten der Feuerwehren auf Kreis- und Stadtebene.

Einmütig würdigten sie die Bedeutung der Rotenburger Jugendfeuerwehr, die nun schon seit 50 Jahren für den Nachwuchs und die Sicherstellung des Brandschutzes in der Stadt sorgt. Wie schwer es ein Quereinsteiger in die Einsatzabteilung der Feuerwehr hat, machte Bürgermeister Christian Grunwald beim Erlernen von Mastwurf und Schotenstich deutlich. Von Herbert Vöckel

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Quelle: HNA

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