HKZ kämpft mit steigenden Kosten

Rotenburger Herz- und Kreislaufzentrum baut Personal ab

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Muss Personal abbauen: das Herz- und Kreislaufzentrum auf dem Rodenberg in Rotenburg.

Rotenburg. Das Herz- und Kreislaufzentrum Rotenburg (HKZ) steht unter wirtschaftlichem Druck: Die Kosten für die Fachklinik steigen, deshalb hat einer der größten Arbeitgeber im Kreis begonnen, Personal abzubauen.

Betriebsbedingte Kündigungen bei den 950 Mitarbeitern werden aber ausgeschlossen. Nach Angaben von Geschäftsführer Ulrich Hornstein sind bislang 20 von 650 Vollzeitstellen am HKZ gestrichen worden, die sich aber auf mehr Köpfe verteilen. Befristete Verträge wurden nicht verlängert, in den Ruhestand gehende Mitarbeiter werden nicht ersetzt, und nicht alle Auszubildenden werden übernommen. „Wir passen unsere Strukturen an, machen unsere Organisation effizienter, sodass wir weniger Personal benötigen“, erklärt Hornstein.

Als Grund für diesen Umbau nennt er die Kosten, die stärker wachsen als die abrechenbaren Krankenhausleistungen. So seien die Löhne seit Jahresbeginn im Schnitt um 2,5 Prozent gestiegen. Und ab 2015 muss die Klinik 417.000 Euro Grundsteuer an die Stadt zahlen. Vor zwei Jahren waren es noch 170.000 Euro.

Diese Kosten lassen die Erträge sinken: 2012 machte das HKZ noch knapp eine Million Euro Gewinn, 2013 dürfte das Ergebnis weniger gut ausfallen. Wegen der laufenden Abschlussprüfung wollte Hornstein aber keine Zahlen nennen. Der Wirtschaftsplan 2014/15 wird wegen der jüngsten Entwicklung überarbeitet: „Je nach erwarteter Geschäftsentwicklung müssen wir entsprechende Kostendämpfungsmaßnahmen ergreifen.“

Das heißt: Der Personalabbau dürfte weitergehen, vermutlich bis ins kommende Jahr, wobei das Ausmaß noch offen ist. „Wir wollen nicht sinnlos Mitarbeiter entlassen, sondern durchdacht vorgehen“, sagt Hornstein, der das als wirtschaftliche Vorsichtsmaßnahme sieht: „Wir müssen uns jetzt auf diesen Weg begeben, bevor das Kind in den Brunnen fällt.“

Von Marcus Janz 

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Quelle: HNA

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