Plan: Für Mensch und Tier attraktiver

Rotenburger Fuldaaue: Ein Platz für den Eisvogel

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Vom Fuldasteg am Wittich aus lässt sich die Vogelwelt der Rotenburger Fuldaaue gut beobachten. Joachim Wagner, Ralf Frank und Heinrich Wacker, von links, wollen den Lebensraum der Tiere noch besser schützen.

Rotenburg. Die Lebensräume verschiedener Vogelarten in der Rotenburger Fuldaaue sollen besser geschützt werden. Gleichzeitig soll die Attraktivität der Aue für Natur-Interessierte erhöht werden.

Der pensionierte Lehrer Joachim Wagner hat dafür gemeinsam mit dem Umweltbeauftragten der Stadt Heinrich Wacker und Biologielehrer Ralf Frank Maßnahmen ausgearbeitet. Am Fußweg durch die Aue, sichtbar vom Fuldasteg aus, soll eine Wand aufgeschüttet werden, die dem Eisvogel, der Uferschwalbe und dem Bienenfresser Brutmöglichkeiten bieten soll.

Der Eisvogel baut für seine Brut Nisthöhlen und sucht sich dafür gern steile Wände. Der Hang nahe dem Sportplatz am Wittich, der schon seit Jahren von wechselnden Eisvogelpaaren genutzt wird, soll beruhigt werden. Während der Brutperiode werden Angler und Spaziergänger hier ein Schild vorfinden mit der Aufschrift: „Eisvogelbrutgebiet, betreten verboten!“

Außerdem soll die bestehende Eisvogelwand stabilisiert und gepflegt werden. Weitere Bereiche, wie etwa die Halbinsel in der Aue, sollen für den Zutritt gesperrt werden, damit die Insel von Bodenbrütern wie dem Flußregenpfeifer genutzt werden kann. Vögel in der Aue sollen regelmäßig gezählt werden, Informationsveranstaltungen sind geplant. Vorgesehen ist außerdem, dass der Fußweg, der entlang des sogenannten Vogelwäldchens durch die Aue führt, für Hunde gesperrt wird.

Dafür soll in den Fuldawiesen in Richtung Braach ein Wäldchen explizit als Hundetoilette ausgewiesen werden und oberhalb des Wittichstegs ein Hundebadeplatz an der Fulda entstehen. Joachim Wagner wünscht sich, dass das Hüttchen in der Aue als Beobachtungsstand auch für Rollstuhlfahrer erreichbar wird. (zmy)

Quelle: HNA

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