Rotenburger Fuldaaue: Lebensraum der Eisvögel soll verbessert werden

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Los geht’s: Schüler einer 9. Klasse der Jakob-Grimm-Schule helfen beim Bau einer Eisvogelwand.

Rotenburg. Schüler der Jakob-Grimm-Schule und Mitarbeiter des städtischen Bauhofs arbeiten am Rande des Vogelwäldchens am Bau einer Steilwand, die Eisvögeln gute Nistbedingungen gewährsleiten soll. Das Projekt wurde von Joachim Wagner initiiert. Er ist Naturfotograf und pensionierter Lehrer.

Die Eisvogelwand ist Teil der maßgeblich von Wagner erarbeiteten Pläne, die den Lebensraum der Tiere verbessern und ihn für Beobachter erlebbar machen sollen. Wagner und die Jakob-Grimm-Schule waren dafür mit einem Preis des Bundesamtes für Naturschutz ausgezeichnet worden.

Joachim Wagner setzt sich als Naturfotograf für die Fuldaaue ein. Der Eisvogel, erklärt er, baut seine Bruthöhlen am liebsten in steil abfallende Erdwände. Oberhalb der Eisvogelwand wird eine weitere Wand aus Kalksand aufgeschüttet, in die bezugsfähige Nisthöhlen gebaut werden sollen. Die Rotenburgerin Brigitte Hallenberger hat drei solcher Vorrichtungen aus Beton gestiftet. Vielleicht, so Wagner, werde sich hier auch der seltene Bienenfresser bald wohlfühlen.

Wagner freut sich, dass Rotenburger Bürger seine Ideen unterstützen, und dass auch die Stadt sich für Tiere in der Aue einsetze. Niemand solle aus der Aue verdrängt werden, findet Wagner, auch wenn er Hunde künftig nicht mehr in dem Auenbereich rund um das Vogelwäldchen sehen möchte.

Diese vertrieben verschiedene Entenarten und störten sensible Tiere wie den Eisvogel bei der Aufzucht der Brut. Für Hunde soll am Wohnmobilstellplatz ein Badeplatz entstehen, und am Fahrradweg nach Braach solle ein Hundespielplatz ausgewiesen werden.

Wagner meint, dass auch für Angler ausreichend Platz bleibe, wenn diese nicht in der Nähe der sensiblen Gebiete bei den Eisvogelwänden angelten.

Von Achim Meyer

Quelle: HNA

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