Rotenburger Förderschule beklagt Mangel an Lehrern

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Hoffen auf mehr Kollegen: Manuela Kinner und Otfried Tampl vom Schulpersonalrat.

Rotenburg. Personalrat und Schulkonferenz der Rotenburger Heinrich-Auel-Schule schlagen Alarm: Mindestens fünf Planstellen an der Förderschule und dem dazugehörigen Beratungs- und Förderzentrum (BFZ) sind nach Berechnungen des Personalrates nicht besetzt.

Damit könne auch die Inklusion an Regelschulen nicht ausreichend durch Förderschullehrkräfte umgesetzt werden.

Die Inklusion ist relativ neu an Hessens Schulen: Eltern können Kinder mit Behinderungen an Regelschulen unterrichten lassen. Im Unterricht werden sie stundenweise zusätzlich von Förderschulkräften betreut - so sieht der Idealfall aus.

Die Schulkonferenz der Heinrich-Auel-Schule hat eine Resolution an das Staatliche Schulamt in Bebra und das Landesschulamt in Wiesbaden verfasst und fordert, dass sich die Ämter dafür einsetzen, dass die offenen Stellen schnellstmöglich mit Förderschullehrern besetzt werden.

Das Schließen von personellen Lücken durch kurzfristige Lehraufträge und mit zum Teil nicht entsprechend ausgebildetem Personal werde dem pädagogischen Anspruch der Schule an die inklusive Arbeit an den Regelschulen und an die Arbeit an der Förderschule nicht gerecht, heißt es in der Resolution.

Die Leiterin des Staatlichen Schulamt, Anita Hofmann, sieht die Lage bei Weitem nicht so negativ wie das Personal der Auel-Schule: Nach ihren Berechnungen fehlen der Schule maximal zwei Stellen. Die inklusive Beschulung in Regelschulen sei durchaus auch mit erfahrenen Regelschulpädagogen zu leisten und werde auch so geleistet, erklärte sie.

Ein weiteres Problem: Förderschullehrkräfte sind Mangelware. Stellen können zum Teil nicht besetzt werden, weil junge Leute nicht in die ländliche Region wollen. Diese Erfahrung macht man an der Auel-Schule seit Jahren. (sis)

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Quelle: HNA

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