CDU zur Alheimer-Kaserne: Michael Roth hat falsche Hoffnungen gemacht

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Michael Roth

Rotenburg. Die Rotenburger CDU übt scharfe Kritik an Michael Roth. Der SPD-Staatsminister habe sich nicht ausreichend für den Erhalt der Alheimer-Kaserne eingesetzt. „Außer ein paar Pressemeldungen zu versenden, scheint Herr Roth nicht viel gemacht zu haben", sagt der Stadtverbandsvorsitzende Andreas Börner.

Andreas Börner

Roth habe den Bürgern grundlos falsche Hoffnungen gemacht. Der SPD-Abgeordnete hatte nach der Bundestagswahl angekündigt, sich für eine Überprüfung der Kasernenschließung einzusetzen. Der Koalitionsvertrag enthält eine Passage, die grundsätzlich eine Überprüfung von Standortentscheidungen ermöglicht. „Aufgrund der Koalitionsgespräche wäre es sicherlich ein Versuch wert gewesen, beim Verteidigungsministerium nachzufragen“, schreibt Börner.

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Roth hatte Ende Januar gegenüber unserer Zeitung angekündigt, mit Ursula von der Leyen ein Gespräch führen zu wollen. Aus Sicht der Rotenburger CDU hat in der vergangenen Woche erst nach vier Monaten kurz mit der Ministerin gesprochen, als Journalisten bei Roth nachfragt haben.

„Nicht mal in der eigenen Fraktion scheint Roth sich für den Rotenburger Standort eingesetzt zu haben“, schreibt Börner in einer Pressemitteilung. Das werde an einem Positionspapier von SPD-Verteidigungspolitikern deutlich, in dem die Überprüfung mehrerer Standort-Schließungen gefordert wird - „die Alheimerkaserne sucht man dort aber vergeblich.“

Als „Behinderung der Konversionsbemühungen“ bezeichnet Rotenburgs CDU-Fraktionschef Jonas Rudolph die Debatte. „Wir sind auch enttäuscht über die Standortschließung und keiner kann die Entscheidung aufgrund der zuletzt getätigten Investitionen verstehen, aber wir haben nie verstanden was diese falsche Hoffnungsmache soll.“ Vom Staatsminister erwarte er mehr Realismus, anstatt leere Erwartungen zu wecken.

Er hoffe, dass sich Michael Roth endlich den Anstrengungen vor Ort anschließ, eine Lösung für die zivile Nachnutzung der Kaserne zu finden. „Hier sollten wir endlich gemeinsam dran arbeiten, dazu brauchen wir gerade die Unterstützung unserer beiden Bundestagsabgeordneten, schreibt Rudolph. (red/mcj)

Quelle: HNA

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