Eine Stimme für Familien

Rotenburger Bürgermeister Grunwald schlägt Einrichtung eines Beirats vor

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Rotenburg. Die Interessen aller Rotenburger Familien mit Kindern im Alter von bis zu zehn Jahren sollen künftig von einem Familienbeirat vertreten werden. Er soll, ähnlich wie der Seniorenbeirat, überparteilich und ehrenamtlich daran mitwirken, dass sich die Lebenssituation in der Stadt verbessert.

Einen solchen Familienbeirat einzurichten, ist Vorschlag von Bürgermeister Christian Grunwald. Die Stadtverordnetenversammlung muss darüber entscheiden.

Grunwald bezieht sich auf das Leitbild der Stadt, in dem es heißt: In Rotenburg ist ein Familienangebot vorzuhalten, das den Bedürfnissen aller Altersgruppen gerecht wird." Den betroffenen Menschen sollten Beteiligungs- und Mitspracherechte eingeräumt werden.

Reibungspunkte

Der Familienbeirat könnte zum Beispiel in Ausschüssen gehört werden. "Da kann es auch Reibungspunkte geben", sagte Grunwald gegenüber der HNA. Aber der Beirat kann und darf ruhig unbequem sein."

Angedacht ist, dass sich das neu zu bildende Gremium aus je einer Person der städtischen, kirchlichen und frei getragenen Kindertagesstätten sowie aus Grundschulen, Kinder- und Familieneinrichtungen und Vereinen zur Förderung von Kindern und Familien zusammensetzt. Diese Personen sollten Eltern von Kindern in den jeweiligen Einrichtungen sein.

Die Mitglieder sollen Vorschläge in Familienangelegenheiten machen können und zu Beschlussentwürfen mitreden können. Beteiligt werden sollte der Beirat zum Beispiel bei der Planung von Einrichtungen, bei der Konzeption und Umsetzung von Projekten, die die Familienfreundlichkeit steigern sollen, bei der ideellen und finanziellen Förderung der Familienarbeit.

Der Magistrat sollte eine entsprechende Geschäftsordnung für den neuen Beirat erarbeiten. Die Stadtverordnetenversammlung wird sich in ihrer Sitzung am Donnerstag, 30. Januar, mit dem Thema befassen. (sis)

Quelle: HNA

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