Der MZV Rotenburg/Bebra hat ein Mediationsverfahren beendet

Bad Hersfeld. Die Unstimmigkeiten zwischen dem Abfallwirtschaftszweckverband (AZV) und dem Müllabholzweckverband Rotenburg/Bebra (MZV) gehen in die nächste Runde.

Elke Künholz, die Vorsitzende des AZV-Verbandsvorstandes, erklärte während der Sitzung des Müllparlaments, dass es im Oktober nur eine Runde im sogenannten Mediationsverfahren zwischen den beiden betroffenen Verbänden gegeben habe. Drei weitere Termine hätten die Vertreter des MZV verstreichen lassen.

Das außergewöhnliche daran ist, dass die beiden MZV-Verbandsvorsitzenden Horst Groß, Bebras Bürgermeister, und Hartmut Grünewald ebenfalls Mitglieder der AZV-Verbandsversammlung sind.

Als Gründe für die Unstimmigkeiten gibt Künholz unterschiedliche Auffassungen bei den Abrechnungen an. So habe der AZV als Leistungserbringer immer wieder Forderungen an den MZV. „Da ist beispielsweise die Sondermüllabrechnung. Wir müssen diesen Sondermüll auch aus dem Bereich des MZV verpacken. Und diese Kosten geben wir natürlich weiter. Bezahlt wird aber beispielsweise nie der von uns geforderte Betrag. Das ist nur ein Beispiel, wo es unterschiedliche Auffassungen gibt“, sagte Elke Künholz.

Wegen dieser Dissonanzen habe sie ein solches Mediationsverfahren angestrebt. „Wir wollten endlich zu einer Einigung kommen. Denn das Resultat dieses Verfahrens ist justiziabel. Daher hätte ich gerne die Unterschriften Künholz und Groß unter diesem Papier gesehen“, führte die Vorsitzende des AZV-Verbandsvorstandes weiter aus.

Die einseitige Aufkündigung dieses Prozesses durch den MZV bezeichnete Künholz als äußerst unglücklich: „Die Zusammenarbeit auf dieser Basis ist kein Dauerzustand. Fernziel muss eine Verschmelzung dieser beiden Verbände sein. Dann gibt es nur noch den AZV. Ich weiß aber auch, dass Horst Groß dies genau anders sieht“, erklärte Künholz, die ein Ende des bereits seit etwa 15 Jahre schwelenden Konflikts nicht abzusehen vermag. (rey)

Quelle: HNA

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