Mehr als 200 Zuschriften - Anfrage beim Landkreis

Alte Kennzeichen: Rotenburg will ROF zurück

Stadtverordneter Carsten Zabel

Rotenburg. Die Stadt Rotenburg wird sich beim Landkreis dafür einsetzen, dass das alte Kennzeichen ROF wieder eingeführt wird. Diesen Auftrag hat der Magistrat von den Stadtverordneten bekommen, die damit auf das große öffentliche Interesse an dieser Frage reagierten.

Ein entsprechender Antrag der CDU, beim Landrat als zuständige Zulassungsstelle die Wiederzuteilung des alten Kennzeichens zu beantragen, wurde einstimmig angenommen. Stadtverordneter Carsten Zabel (CDU) sprach von einem großen Kosten-Nutzen-Effekt durch das Kennzeichen: Bei den Bewohnern des Kreisteils Rotenburg trage es zur Identitätsbildung bei, und bei Auswärtigen habe das Kennzeichen einen Marketingeffekt.

Obendrein würden die öffentlichen Kassen nicht dadurch belastet, weil die Kosten von den Autofahrern getragen werden, die das Kennzeichen beantragen. „Es schadet niemandem“, sagte Zabel, daher solle denjenigen, die sich das alte ROF-Kennzeichen zurückwünschen, auch die Möglichkeit gegeben werden, es an ihren Autos und Motorrädern zu montieren.

Nicht nur Rotenburger

Wie groß das Interesse an dem alten Kennzeichen des früheren Altkreises Rotenburg ist, zeige die große Zahl an Zuschriften, die die Stadt inzwischen zu dem Thema erhalten hat, sagte Bürgermeister Christian Grunwald. Er hatte vor wenigen Wochen die Einwohner aufgefordert, sich schriftlich bei der Stadt zu melden, wenn Interesse am ROF-Nummernschild besteht. Mehr als 200 Briefe seien seitdem bei der Stadt eingegangen.

Dabei zeigten nicht nur die Rotenburger ein großes Interesse. Die Zuschriften stammten auch aus Bebra, Alheim und Nentershausen. Selbst einige Firmen hätten erklärt, ihre Fahrzeugflotte auf ROF-Kennzeichen umzurüsten, wenn dazu die Möglichkeit besteht. Für sie sei das eine Frage des Marketings, sagte Grunwald.

Von Marcus Janz

Quelle: HNA

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