Rundgang durchs Medienzentrum: Trend geht zum Sachbuch

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Große Auswahl: (von links) Melanie Wenzel und Natascha Helbig verwalten mit ihren Kollegen 47.000 Medien.

Rotenburg. Die Kinderbücher sind nach Altersklassen sortiert, die Regale stehen um einen Tisch mit Fächern für Bilderbücher. Dort können die Kinder ungestört stöbern, erklären Natascha Helbig und Melanie Wenzel vom Medienzentrum in Rotenburg. Beide führen durch den Bestand ihrer Bibliothek.

„Im vergangen Jahr gab es trotz Internet einen leichten Trend zum Sachbuch“, sagt Wenzel. Gerade aus den Bereichen Medizin, Kochen, Pädagogik, aber auch Rechtsratgeber waren beliebt. „Wir versuchen, auf dem aktuellen Stand zu bleiben“, meint Wenzel. Gerne ausgeliehen werden auch Lernhilfen für das Abitur, besonders in den Fächern Deutsch, Mathe, Englisch und Biologie. Das sei verständlich, denn vom Papier lasse es sich leichter lernen als vom Bildschirm.

Seit Oktober 2011 kann das Angebot des Medienzentrums auch von Zuhause über das Internet im Bestandskatalog WebOpac durchsucht werden. Vorher war dies im Programm Findus möglich. Allerdings konnten die Leser dort keine Vorbestellungen vornehmen und der Ausleihstatus war nicht aktuell nachvollziehbar. Seit der WebOpac eingeführt wurde, steigt die Zahl der Vorbestellungen, gerade am Wochenende. Dann durchstöbern die Leser den Bestand nach passender Literatur. Auch mit dem Smartphone kann auf den Katalog zugegriffen werden.

Vier-Personen-Team

Das Zentrum in Rotenburg wird vor Ort von einem Vier-Personen-Team betrieben: Pädagogischer Leiter des Zentrums ist der Lehrer Jörg Taubner. Er gibt Fortbildungen für Lehrer, betreut Schulen bei der Geräteanschaffung und berät beim Kauf von Lehr- und Lernmedien. Für die Technik ist Daniel Lingelbach zuständig. Er kümmert sich um den Verleih und Neuanschaffungen von Technik: Dazu gehören Leinwände, Video-Beamer und Musikanlagen. Natascha Helbig und Melanie Wenzel sind für die Neuanschaffung anderer Medien und die Bestandspflege verantwortlich. Geleitet wird das Zentrum aus Bad Hersfeld von Anja Staab.

eBooks gibt es im Medienzentrum noch nicht: „Die Nachfrage ist noch zu gering“, sagen Wenzel und Helbig. Im März wird Helbig eine Fortbildung zum Thema belegen, um auf dem neusten Stand zu sein. Geplant ist, im Jahr 2014 eBooks einzuführen. Wer nicht warten möchte, kann auf die Konrad-Duden-Stadtbibliothek Bad Hersfeld ausweichen. Dort geht der Trend zum eBook. Von den rund 214.000 Entleihungen im vergangen Jahr entfielen nur 78.000 auf Gedrucktes, berichtet die stellvertretende Bibliotheksleiterin Sanda Rudolph. (sas)

Quelle: HNA

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