Zivile Nutzung der Alheimer-Kaserne: Rotenburg hofft auf mehr Hilfe

Christian Grunwald

Rotenburg. Die Stadt Rotenburg nimmt am Mittwoch an einem Treffen der Kommunen teil, deren Bundeswehrstandorte geschlossen werden sollen. Bürgermeister Christian Grunwald erhofft sich davon, dass die betroffenen Garnisonsstandorte ihre Interessen gemeinsam besser vertreten werden.

Insbesondere gehe es darum, dass die Kommunen bei der Umwandlung der Kasernen für die zivile Nutzung, stärker unterstützt werden.

Bürgermeister Grunwald (CDU) und Stadtverordnetenvorsteher Klaus Troch (SPD) vertreten Rotenburg bei der ganztägigen Veranstaltung im thüringischen Mühlhausen. Dort sollen Arbeitsgruppen gegründet und eine gemeinsame Resolution verabschiedet werden.

Grunwald will sich das Treffen, dessen Ausgang noch offen sei, zunächst in Ruhe anschauen. „Es ist aber grundsätzlich sinnvoll, dass wir uns vernetzen“, sagt Grunwald. Zum einen könnten sich die betroffenen Kommunen über ihre Erfahrungen mit der zivilen Umnutzung einer Kaserne (Konversion) austauschen. Dazu sollen Arbeitsgruppen gebildet werden.

Zum anderen seien sie als Gemeinschaft besser in der Lage, ihre Interessen zu vertreten, als die einzelnen Kommunen. Rotenburg sei als einziger hessischer Bundeswehrstandort von einer Kasernenschließung betroffen.

„Wir erwarten uns vor allem mehr Unterstützung bei der Konversion“, sagt Grunwald. Insbesondere hofft er darauf, dass der Bund den Standorten bei der Vermarktung der Kasernen entgegenkommt. Bislang gilt für die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben als Grundstückseigentümerin die Vorgabe, Flächen nur nach Verkehrswert zu verkaufen. Laut Grunwald dürfte der zu erzielende Marktwert jedoch niedriger liegen. Ohne eine Änderung der Vorgaben könnte es daher sein, dass kein privater Investor bereit ist, den geforderten Kaufpreis für die Kaserne zu zahlen. Ob diese Forderung in die Resolution einfließen wird, die am Ende des heutigen Treffens verabschiedet werden soll, ist noch offen.

Tagung im Ministerium

Gleich am Donnerstag findet ein weiteres Treffen in Sachen Konversion statt. Grunwald wird an einem eintägigen Arbeitstreffen im Bundesverkehrsministerium in Berlin teilnehmen. Dort wird es ausschließlich um die Konversion der Alheimer-Kaserne und eines US-Krankenhauses in Landstuhl gehen. Unter anderem sollen Rahmenbedingungen für die Umwandlung der Bundeswehrstandorte besprochen werden. (mcj)

Quelle: HNA

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