In Ronshausen geht das Sparen weiter

MarkusBecker

Ronshausen. Ganz im Zeichen des sparsamen Haushaltens stand die Sitzung des Ronshäuser Gemeindeparlamentes am Montagabend im Haus des Gastes. Das von Bürgermeister Markus Becker vorgelegte Zahlenwerk ist erneut konsequent auf die Haushaltskonsolidierung ausgerichtet, die sich die Schutzschirmkommune auferlegt hat.

„Der Weg zum Haushaltsausgleich ist nicht einfach, aber bisher konnten wir die Aufgaben erfolgreich bewältigen“, sagte Becker. Ohne neue Schulden zu machen, plant die Gemeinde für das kommende Jahr Investitionen in Höhe von 507 900 Euro – siehe Haushalt in Zahlen, links.

60 000 Euro Puffer

Das wichtigste Ziel werde erreicht – die Einhaltung des Abbaupfades, die der Schutzschirm-Vertrag vorgibt. „Das Defizit im Ergebnishaushalt liegt mit 238 700 Euro rund 60 000 Euro unter dem Abbaupfad“, rechnete Becker vor. Dieser Vorsprung verschaffe Ronshausen eine Sicherheitsreserve für Unwägbarkeiten – insbesondere falls Steuereinnahmen nicht in dem Maße eintreten sollten, wie geplant.

„Wenn es uns gelingt, diesen Vorsprung aufrechtzuerhalten und eventuell noch zu erweitern, können geplante Einschnitte für die Bürger vermieden werden“, stellte Becker in Aussicht. Konkret sei dies die letzte Stufe der Grundsteuererhöhung im Jahr 2019, die geringer ausfallen könnte oder dann womöglich gar nicht mehr vorgenommen werden müsste. Um das zu erreichen, müssten allerdings die bis dahin geplanten Konsolidierungsvorhaben eingehalten werden. Einige davon setzten die Gemeindevertreter im Anschluss mit Beschlüssen zu Gebührenerhöhungen sogleich um – siehe Hintergrund.

„Es gibt keinen Stillstand in unserer Gemeinde – im Gegenteil“, sagte Reinhard Brandau von der WGR. Das erste Jahr unter dem Schutzschirm sei – auch Dank vieler engagierter Bürger und der Verwaltung – sehr gut gelaufen.

„Unsere gemeinsamen Anstrengungen wirken – und das Abendland ist nicht untergegangen“, zog Rolf Hildebrandt von der SPD-Fraktion Bilanz. Er forderte allerdings, noch mehr im Bereich der Einsparungen zu tun, damit die Belastung für die Bürger so gering wie nötig gehalten werde. Kritik an den Gebührenerhöhungen gab es von Thomas Wenderoth von der FDP. Das sei „nicht mehr tragbar und macht keinen Sinn“, sagte er.

„Wir wollen keine weiteren Schulden auf Kosten unserer Kinder“, sagte Volker Knierim von der CDU. Er forderte, den eingeschlagenen Weg weiterzugehen.

Mehrheit für Erhöhung

Mit neun Ja-Stimmen von CDU, WGR und SPD bei einer Gegenstimme der SPD und vier Enthaltungen von SPD und FDP wurde die Badepark-Erhöhung verabschiedet. Jeweils sieben Ja-Stimmen von CDU, WGR und SPD bei einem SPD-Nein und sechs Enthaltungen von SPD und FDP gab es für die Erhöhung der Friedhofsgebühren, beim Haus des Gastes und den Dorfgemeinschaftshäusern. Fotos: Gottbehüt

Quelle: HNA

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