Soforthilfe, die ankommt

Ronshäuser Sozialfonds unterstützt Brandopfer

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Flammen schlugen an der Fassade hoch: Dort, wo Axel Ehmer – Mitte – auf unserem Bild steht, befand sich bis zum Sonntagnachmittag noch seine Gartenlaube. Ein Räucherofen hat sie vermutlich in Brand gesetzt. Die Flammen schlugen bis zum Giebel des Hauses hinauf und ließen Fensterscheiben bersten. Zur Seite steht dem Brandopfer auch die Ronshäuser Vereinsgemeinschaft. Deren Sprecher Helmut Miska, rechts, und Bürgermeister Markus Becker übergaben gestern 500 Euro Soforthilfe aus dem Sozialfonds.

Ronshausen. „Ich bin froh, dass es soetwas bei uns in Ronshausen gibt - die Hilfe nehme ich natürlich gerne und dankbar an.“ Das sagt Axel Ehmer. Er ist der 44-jährige Hauseigentümer, dessen vier Wände am Sonntagnachmittag von einem Feuer stark in Mitleidenschaft gezogen worden sind - unsere Zeitung berichtete.

Gestern überreichten ihm Helmut Miska als Sprecher der Vereinsgemeinschaft und Ronshausens Bürgermeister Markus Becker einen Umschlag mit 500 Euro als erste Soforthilfe. „Wenn soetwas passiert, muss man in Vorlage gehen und da ist Bargeld wichtig, um die ersten Dinge vernünftig regeln zu können“, sagt Miska bei der Übergabe. Er kennt sich aus seiner früheren Tätigkeit berufsbedingt mit solchen Schadenssituationen sehr gut aus.

Und zu tun gibt es Vieles nach dem Feuer, das am Sonntagnachmittag kurz nach 15 Uhr in der Gartenlaube an der Straße „In der Spitze“ gewütet hat. Da die Laube unmittelbar an das Fachwerk-Wohnhaus gebaut war, wurden durch die enorme Hitzeentwicklung auch mehrere Fensterscheiben zum platzen gebracht.

Flammen und dichter Qualm

Als die Feuerwehr eintraf, schlugen die Flammen bereits bis zum Giebel des Wohnhauses hinauf. Dichter Qualm war ins Haus eingedrungen und hat die hinteren Räume vorerst unbewohnbar gemacht. Der Schaden beträgt nach ersten Schätzungen der Polizei über 25 000 Euro - ein genaues Gutachten wird zurzeit erstellt.

Von den Flammen zerstört: Nach dem Feuer sind mehrere Räume unbewohnbar geworden. Noch am Sonntag verschlossen Einsatzkräfte des Technischen Hilfswerks (THW) mit Holzplatten die zerstörten Fenster – hier noch zum Lüften geöffnet.

„Dort, wo der Rauch reingezogen ist, muss alles raus“, berichtet Axel Ehmer. Vom Sofa bis zu den Tapeten sei nach Angaben der Sachverständigen alles kontaminiert und müsse ausgetauscht werden.

Angesichts dessen ist die Soforthilfe sicherlich nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Dennoch ist Axel Ehmer für die Unterstützung sehr dankbar. Macht sie doch auch deutlich: er steht in seiner Not nun nicht allein sondern kann auf die Hilfe der Ronshäuser zählen. Die haben ihm - stellvertretend - Markus Becker und Helmut Miska gestern ausdrücklich zugesagt.

Von Peter Gottbehüt

Quelle: HNA

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