An Ronshäuser Grundschule rollen die Bagger fürs neue Sportfeld

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Mit modernstem Gerät: Auch ein nagelneuer Bagger steht den Auszubildenden beim Bau des neuen Multifunktionsfeldes neben der Ronshäuser Grundschule zur Verfügung. Unser Foto zeigt – von links – die Azubis Dennis Kosi, Janik Rumpeltes, Dustin Hartwich und im Führerhaus Paul Krenz. Dahinter Strabag-Ausbilder Christian Weise, Planquadrat-Geschäftsführer Marco Holzhauer, Herbert Heisterkamp, Björn Kistler und Mario Steinhäuser vom Grundschul-Förderverein sowie Winfried Stein, kaufmännischer Leiter bei Strabag.

Ronshausen. Die Arbeiten am neuen Multifunktionsplatz hinter der Ronshäuser Grundschule haben begonnen. Auszubildende unterstützen den Grundschul-Förderverein bei dessen Bauvorhaben.

Als Auszubildender ein Bauprojekt vom ersten Spatenstich auf der grünen Wiese bis zur Fertigstellung zu betreuen - diese Gelegenheit haben auch die angehenden Baugeräteführer und Tief- und Straßenbauer der Firma Strabag trotz ihrer Lehrbaustelle in Bebra normalerweise nicht. Zumindest keins, das dauerhaft stehen bleibt.

Beim Multifunktionsfeld-Bau des Fördervereins der Ronshäuser Grundschule (FGR) ist das anders. Dort ist ein Team von Auszubildenden - betreut von Strabag-Ausbilder Christian Weise - nun seit gut einer Woche dabei, die Vorarbeiten für eine später 16 mal 28 Meter große Anlage mit robustem Tartanbelag und Einzäunung auszuführen.

Wertvolle Unterstützung 

Und darüber freut sich besonders auch der Förderverein - allen voran Herbert Heisterkamp, Projektleiter und Pressesprecher des FGR. Denn der FGR ist Bauherr und trägt das Risiko für das Projekt, das etwa 80 000 Euro kosten wird. Da hilft es sehr, dass es mit dem unentgeltlichen Einsatz der Bau-Azubis professionelle Unterstützung gibt, die keine hohen Kosten verursacht.

„Ich gebe zu, dass wir uns das seitens des Fördervereins am Anfang sehr viel einfacher vorgestellt haben“, sagt Heisterkamp. Er sei froh, mit Marco Holzhauer vom Team Planquadrat, das sich um die Ausarbeitung und Unterstützung bei den Unterlagen für die Anträge und Kostenschätzung für die Leader-Förderung gekümmert hat, weitere wertvolle Unterstützung erhalten zu haben. „Ohne diese Partner wären wir auf der Strecke geblieben“, sagt Heisterkamp.

Über den Förderverein der Bebraer Berufsschule, wo die Baugeräteführer ausgebildet werden und dem auch Winfried Stein, kaufmännischer Gruppenleiter bei Strabag, angehört, habe man die Zusammenarbeit für die Tiefbauarbeiten eingefädelt. „Wir geben zwar kein Material aber bringen unsere Arbeitsleistung und unsere Baumaschinen in das kleine Projekt ein“, sagt Stein. Man sei froh, dass man helfen könne „und die Arbeit macht auch unseren Auszubildenden mächtig viel Spaß“, weiß der 50-Jährige.

Das bestätigt auch Dennis Kosi. Der 22-Jährige kommt ins dritte Lehrjahr als Baugeräteführer und ist seit der Planung, Vermessung und dem Abstecken des Baufeldes von Anfang an mit einbezogen worden. In Absprache mit Ausbilder Christian Weise planen er und seine drei Kollegen auch die Arbeiten für den jeweils nächsten Tag und führen Bericht über den Baufortschritt.

Auszubildende lernen viel

In der kommenden Woche, wenn es ans Setzen der Bordsteine und der Einfassungen geht, wird das bislang vierköpfige Team zudem noch von drei Tief- und Straßenbauazubis auf der Baustelle unterstützt. Beim Bau wird sich auch viel Zeit für Erklärungen genommen. Schließlich gehe es darum, dass die Auszubildenden dabei auch viel lernen, betonen Stein und Heisterkamp.

Wichtig sei, dass genau gearbeitet werde. Denn ab August, wenn der Unterbau fertig ist, soll eine Spezialfirma für Sportbeläge mit dem Aufbau des Multifunktionsfeldes beginnen. Und einen Zieltermin für die geplante Einweihung gibt es laut Heisterkamp auch schon: Sie soll am Samstag, 1. Oktober, gefeiert werden.

Hintergrund: Ein Platz für alles - und für alle 

Der Förderverein der Grundschule Ronshausen (FGR) plant auf der Wiese hinter den Schulgebäuden ein 16 mal 28 Meter großes Multifunktionsfeld. Es soll den Kindern nicht nur im Unterricht und in den Pausen sondern auch während der umfangreichen Betreuungszeiten, die der Förderverein in Eigenregie anbietet, dienen. Der Platz ist zum Spielen und Toben und für viele sportliche Aktivitäten - von Badminton bis Volleyball - gedacht. Er soll auch allen Ronshäuser Vereinen und privaten Gruppen zur Verfügung stehen. Das 80 000 Euro teure Projekt wird mit 31 700 Euro aus dem Leader-Programm gefördert. Neben einer geplanten Eigenleistung von 10 000 Euro wirbt der FGR für die Restsumme um Hilfe von Sponsoren.

In einem nächsten Projekt will der FGR auch eine Beleuchtungsanlage mit vier LED-Strahlern errichten. Die dafür nötigen Kabel-Leerrohre und Vorarbeiten werden hierfür bereits eingeplant. Doch trotz viel Eigenleistung werden auch hierfür weitere Sponsoren gesucht.
Weitere Informationen gibt es hier:  www.foerderverein-grundschule-ronshausen.de

Quelle: HNA

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