Patrick Kniest ist neuer Gemeindebrandinspektor – Jugendwehr sucht Nachwuchs

Rollentausch in Wildeck

Geehrt und ausgezeichnet: Unser Bild von der Hauptversammlung in Obersuhl zeigt die verdienten Wildecker Feuerwehrleute mit Gemeindebrandinspektor Patrick Kniest (dritter von links), demstellvertretenden Gemeindebrandinspektor Tobias Mötzing (sechster von links), Kreisbrandinspektor Jürgen Weingarten, Bürgermeister Jürgen Grau (erster und zweiter von rechts), und dem Verbandsvorsitzenden Thomas Specht (vierter von rechts). Fotos: Manns

Obersuhl. Die Jahresberichte der Führungskräfte und Ehrungen standen im Mittelpunkt der gemeinsamen Jahreshauptversammlung der Wildecker Feuerwehren im Bürgerhaus Obersuhl.

Gemeindebrandinspektor Tobias Mötzing berichtete von einem großen Waldbrand zwischen Machtlos und Ronshausen im April, bei dem die Wehr Obersuhl zur Unterstützung alarmiert wurde, einem brennenden Reisebus mit neun zum Teil schwer verletzten Insassen und einem schweren LKW-Unfall auf der A 4 bei Sorga. Weitere Einsätze mit schweren Unfällen und technischen Hilfeleistungen mit Auslaufen wassergefährdender Stoffe mussten die Aktiven der Wildecker Wehren im vergangenen Jahr bewältigen.

Gleich zweimal innerhalb eines Jahres rückten die Wehren zu einem Scheunenbrand in den Wildecker Forst aus. Zu einem brennenden LKW mit mehreren Tausend Hühnern wurden die Wehren aus Obersuhl, Hönebach und Raßdorf im Oktober 2011 auf die Autobahn A 4 kurz vor der Anschlussstelle Hönebach gerufen. Auf Anordnung des Veterinäramtes mussten die Tiere noch vor Ort getötet werden.

Insgesamt 106 Einsätze stehen in der Jahresbilanz der Wildecker Wehren: 49 Brandeinsätze (drei mehr als im Vorjahr) 50 Hilfeleistungen (65 weniger als zuvor) und sieben Fehlalarme. Unter den insgesamt 136 Aktiven sind 60 Atemschutzgeräteträger, auf die die Führung im Einsatzfall zurückgreifen kann. 132 Mitglieder gehören der Alters- und Ehrenabteilung an. 60 Lehrgänge auf Kreis- und Landesebene wurden von den Aktiven besucht.

Alarmierende Zahlen

Alarmierende Zahlen nannte Gemeindejugendfeuerwehrwart Timo Killmer in seinem Bericht: Nur noch 45 Mitglieder gehören der Jugendfeuerwehr aller Wildecker Ortsteile an, sieben weniger als im Vorjahr. „Es ist uns nicht gelungen, das Sinken der Mitgliederzahlen in den Jugendfeuerwehren aufzuhalten“, sagte Killmer. Im Jahr 2002 seien es noch 91 Kinder gewesen. Wenn der Trend sich fortsetze, gebe es statistisch gesehen in neun Jahren, nur noch ein Mitglied in der Jugendfeuerwehr, prophezeite Killmer. Einen ersten Schritt in die richtige Richtung stelle die Gründung von vier Bambinigruppen dar. 39 Kinder im Alter von sechs bis zehn Jahren gehören diesen an.

Bei den Neuwahlen des Gemeindebrandinspektors und seines Stellvertreters gab es einen Rollentausch: Der bisherige Stellvertreter Patrick Kniest wurde in geheimer Wahl zum Gemeindebrandinspektor, sein Vorgänger Tobias Mötzing zu seinem Stellvertreter gewählt. (gm)

Quelle: HNA

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