Riesenvogel weiter unterwegs: Nandu war vor fünf Wochen ausgerissen

Schnappschuss beim Spaziergang: Zufällig hatte Jens Leuthold seine Kamera samt Teleobjektiv dabei, als er dem Nandu begegnete. Die Vögel können bis zu 1,40 Meter groß und bis zu 25 Kilogramm schwer werden. Die guten Läufer erreichen Spitzengeschwindigkeiten bis zu 60 Kilometer pro Stunde. Foto: nh

Iba. Wer zurzeit in der Gegend um Iba unterwegs ist, muss weiter auf eine unerwartete Begegnung gefasst sein: Der Nandu, der vor fünf Wochen von einer Weide ausgerissen ist, ist immer noch nicht nach Hause zurückgekehrt.

Die Familie aus Iba, der der Riesenvogel gehört, hat Futter auf seine Weide gestellt und will ihn so zurücklocken. Sie schaut dort jeden Tag vorbei. Bislang vergebens. „Ihm gefällt die Freiheit wohl besser“, berichten die Langhelds.

Sorgen um ihren Nandu machen sie sich aber nicht. Den Sommer über kann er gut in freier Wildbahn überleben. Zuhause war er immer mit Getreide und Mais verwöhnt worden. „Jetzt kann er sich von Pflanzensamen oder auch mal Gras ernähren“, wissen die Langhelds.

Der Nandu war ausgerissen, als jemand ein Pony auf seine Weide bringen wollte. Das hatte ihn so erschreckt, dass er über den Zwei-Meter-Zaun gehüpft war.

Die Familie hätte ihren Vogel schon gern wieder. Als er von der Weide ausgebrochen war, jagten viele hinter ihm her, um ihn einzufangen. Heute wissen die Tierfreunde, dass das ein Fehler war. Er muss freiwillig zurückkommen.

Auch in den vergangenen zwei Wochen ist der Nandu in der Gegend um Iba immer wieder mal gesehen worden. Die Familie hat auch versucht, ihn am Ortsrand anzufüttern. Aber näher als fünf Meter lässt er niemanden an sich ran - dann haut er wieder ab. „Früher kam er immer sofort, wenn er uns mit einem Futter-eimer hat kommen sehen. Jetzt ist er offensichtlich so verschreckt, dass er niemanden mehr an sich heran lässt.“

Vielleicht kommt der imposante Vogel ja zurück, wenn es mal so richtig schüttet. Dann könnte er sich in dem Haus auf seiner Weide vor dem Regen schützen.

Begegnung ungefährlich

Angst vor einer Begegnung braucht niemand zu haben. Wer ihm begegnet, sollte einfach gar nichts tun. Darum bittet die Familie.

Wenn ihr Liebling nicht wiederkommt, will sich die Familie zwei neue Nandus anschaffen. „Dann hoffentlich ein Pärchen“. Beim ersten Mal war das schief gegegangen. Da hatte der Züchter aus Versehen zwei Männchen auf dem Hof abgeliefert. (dup)

Quelle: HNA

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