Beim Heimatabend in Solz gab’s wie immer viel zu lachen – erster Kirmeshöhepunkt

Riesen-Party mit Piraten

+
Schlusspunkt des Heimatabends: Bei den feurigen Piratinnen der Kirmesgruppe wäre jeder mal gerne Pirat gewesen.

Solz. Alle Register zogen die Kirmesgruppe und die Aktiven der Solzer Vereine am Donnerstag beim Heimatabend. Angefangen bei den Musikstücken des von Wilhelm Braun geleiteten Posaunenchores bis hin zum fantastischen und herrlich anzuschauenden Piratentanz der jungen Damen der Kirmesgruppe stimmte einfach alles.

Übel am Samstag

Erster Höhepunkt war das unter der Leitung von Verena Glapa eingeübte Theaterstück „Was macht Herr Übel am Samstagvormittag?“ Er entspannt sich, aber als ganz zufällig eine Interviewerin an der Haustür klingelt und sich danach erkundigt, wie Männer ihre berufstätigen Frauen unterstützen, offenbart er bis zu diesem Zeitpunkt allenfalls schlummernde Fähigkeiten: Er verwöhnt seine Frau und seine zufällig ebenfalls anwesende Nachbarin nach Strich und Faden. Dass seine Edeltraud das Ganze arrangiert hat, um ihn auf Vordermann zu bringen, ahnt Waldemar nicht.

Mitglieder der Jugendfeuerwehr präsentierten das altbekannte Märchen „Der Wolf und die sieben Geißlein“ als Schattenspiel - so originell und liebevoll, dass sie dafür mit reichlich Applaus belohnt wurden.

Bilder der Veranstaltung

Kirmes mit Heimatabend in Solz

Der ging auch an Thomas Klose als Rüdiger Hoffmann, der über seine Erlebnisse beim Hemdenkauf berichtete und wie er erreichte, dass ein Vorwerk-Vertreter ihm praktisch jeden Wunsch erfüllte.

Einfach nur zum Knutschen: Doris Eisel als Cindy aus Marzahn.

Den Vogel ab schoss dann allerdings Doris Eisel als gnadenlos pink ausstaffierte Cindy aus Marzahn: „Ick seh einfach zu juut aus!“ Mit ihrem „Comedy-statt-Knast-Programm“ und deftigen, auf Solz bezogenen Spitzen brachte sie das Zelt zum Beben.

Die Damen des Heimatvereins erschienen in Badehose und bereiteten vor allem dem ganz vorne sitzenden Publikum „Ein nasses Vergnügen“. Ihre Verrenkungen waren so gekonnt, dass die beiden Moderatoren des Abends, Friedhelm Claus und Jens Rettig, vom „Solzer Synchronschwimmverein“ sprachen.

Marionetten

Von Können zeugte auch der Auftritt von Bernhard Eisel und Martin Kühn als Straße kehrende Marionetten Herbert und Georg. Auf Solzer Platt „hechelten“ sie örtliche Ereignisse durch, ehe Patrick Schäfer ganz spontan einen Udo-Lindenberg-Auftritt in Szene setzte und dafür mit Riesenbeifall bedacht wurde.

Tänzerische Höhepunkte waren die Einlagen der Kirmesgruppe sowie der Feuerwehrdamen und der Gymnastikgruppe des Sportvereins, die mit dem Piratenschiff auf Reise gingen und einen auch musikalisch überzeugenden Bogen spannten von der Karibik mit ihren Limbotänzern bis hin zum Nordpol mit den dort Bob fahrenden Eskimos.

Von Wilfried Apel

Quelle: HNA

Kommentare