Richelsdorfer feierten Abschluss der ersten Bauphase am fertiggestellten Rohbau

Richtfest am Gerätehaus

Süßes vom Dach: Traditionell sprach Zimmermeister Manfred Meißner, von links, am Dienstag den Richtspruch vom Dachstuhl – im Beisein von Bürgermeister Alexander Wirth, den Zimmerleuten Marc und Thomas Meißner sowie Bauingenieur Reiner Stein. Danach ließen sie für die anwesenden Kinder Bonbons vom Dach regnen – unser Foto. Foto: Vöckel

Richelsdorf. Richtfest im Regen feierten die Beteiligten am Bau des Feuerwehrgerätehauses in Richelsdorf. Das waren Handwerker, Mitarbeiter und Mandatsträger der Gemeinde Wildeck mit Bürgermeister Alexander Wirth an der Spitze sowie als künftige Nutzer die Feuerwehrkameraden aus Richelsdorf. Sie feierten den Abschluss der ersten Bauphase mit dem Fertigstellen des Rohbaus und dem Errichten des Dachstuhls.

„Wir sind voll im Zeitplan“, sagte der Bürgermeister. Eine kleine Verzögerung habe es nach dem Start im vorigen Dezember nur durch ein Gutachten für den Bauuntergrund gegeben. Der musste speziell verfestigt werden, damit später keine Bauschäden durch Setzungen oder Veränderungen des Untergrunds entstehen.

Traditionell sprach Zimmermeister Manfred Meißner den Richtspruch vom Dachstuhl: „Baum und Bänder frohe Zeichen, grüßen stolz von dieser Höh’, wo nach alter Sitte ich als Zimmermann heute steh. Dankbar drum an diesem Tage, aller Männer sei gedacht, die sich fleißig regten und den Bau zuweg gebracht. Der Bau soll dem Gemeinwohl dienen, die Feuerwehr zieht bald ein, mit Spritzgerät und andren Dingen, zum Schutz und Schirm für Haus und Heim. Gemeinschaftsgeist strahlt von hier aus, die Feuerwehr ist hoch geehrt, der Wehrmann schützet Hof und Haus, indem er Feuerbrünsten wehrt.“

Nach altem Brauch leerte der Zimmermann ein Glas auf Architekt und Meister, auf Feuerwehr und Gemeinde und auf alle treuen, guten Geister, die sich zu dem Werk vereinten. Das Glas zerschellte er anschließend auf dem Boden mit dem Spruch: „Geweiht sei dieser Bau zur Stunde!“ Nach diesem Ritual regnete es nicht nur Wasser vom Himmel. Es kamen noch Bonbons für die Kinder hinzu.

Angesichts des derzeitigen Standes des Bauwerks freuten sich Richelsdorfs Ortsvorsteher Wilfried Wetterau und Wehrführer Timo Hornickel darüber, dass alles bisher so gut geklappt habe und auch ihre kleinen zusätzlichen Wünsche noch alle erfüllt wurden. Das Bauwerk sei schließlich eine Investition in die Zukunft und in die Sicherheit der Bürger.

Von Herbert Vöckel

Quelle: HNA

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