Fest am Samstag, 18. Juni

Richelsdorfer weihen Feuerwehrhaus ein: Offene Türen in Weißberghalle

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Neues Zuhause für die Feuerwehr: Die Diskussion zog sich über Jahre hin, jetzt steht das neue Richelsdorfer Feuerwehrgerätehaus oberhalb der Weißberghalle. Am Samstag werden offiziell die Schlüssel übergeben. 

Richelsdorf. Für Richelsdorf ist die Zeit gekommen, die schwierigen Jahre abzuhaken und optimistisch in die Zukunft zu schauen. Für das Dorf Grund genug, am Samstag, 18. Juni, ab 14.30 Uhr ein bisschen zu feiern.

So wird am Samstag das neue Feuerwehrhaus eingeweiht. In diesem Zusammenhang findet auch der Gemeindefeuerwehrtag in Richelsdorf statt. Außerdem haben alle Interessierten die Gelegenheit, sich das im Rahmen der Dorferneuerung umgebaute Bürgerzentrum Weißberghalle anzuschauen.

„Ein Quantensprung“

Die Richelsdorfer Feuerwehr freut sich über ihr neues Zuhause, das nach vielen Jahren der Diskussion „endlich umgesetzt“ worden ist. „Das ist ein Quantensprung für die Feuerwehr“, sagt Wildecks Gemeindebrandinspektor Patrick Kniest. Der Neubau entspreche dem Stand der heutigen Technik. „Endlich haben wir ordentliche sanitäre Anlagen und eine Dusche.“ Eine Dusche gab es bislang nicht. Auch Umkleideräume gab es nicht. Die Feuerwehrleute mussten sich direkt in den Dieselabgasen umziehen.

„Wir werden mit dem Neubau den gesetzlichen Vorgaben gerecht“, sagt Kniest. Der Neubau sei ein reiner Zweckbau, kein Prunkschloss. Die Feuerwehr ist bereits im April in den Neubau umgezogen. Nach Angaben von Bürgermeister Alexander Wirth kostet der Neubau des Feuerwehrhauses etwa 700.000 Euro. Dazu gibt das Land einen Zuschuss von 192.000 Euro.

Bereits 2009 hatte der Technische Prüfdienst erhebliche Mängel an dem Altbau der Feuerwehr festgestellt. Bis geklärt war, ob der Altbau saniert wird oder ein Neubau entstehen soll, vergingen Jahre. Der erste Spatenstich erfolgte im Dezember 2014. Die Firma Stein aus Nentershausen baute das Haus schlüsselfertig. Die Planung hatte das Büro Rimbach aus Richelsdorf übernommen. Die Raumgestaltung war eng mit der Feuerwehr abgesprochen worden.

„Der Brandschutz ist eine Pflichtaufgabe der Gemeinde. Die Feurewehrleute erfüllen diese Aufgabe ehrenamtlich für die Gemeinde und damit für die Bürger“, betont Wirth. Die Richelsdorfer Feuerwehr habe in den vergangenen Jahren eine hervorragende Jugendarbeit geleistet. „Inzwischen haben wir eine sehr große und auch junge Einsatzabteilung.“

Schmerzhaft für Vereine

Neu gestaltetes Zuhause für die Vereine: Die erweiterte Weißberghalle.

Alles andere als einfach war auch die Sanierung und Erweiterung der Weißberghalle. Sie verzögerte sich immer wieder. Drei Jahre lang stand die Halle den Vereinen nicht zur Verfügung. „Das hat den Vereinen sehr weh getan und sorgte für erheblichen Unmut“, berichtet der Bürgermeister. Deshalb hatte der Arbeitskreis Dorferneuerung empfohlen, die Einweihung der Halle nicht offiziell zu feiern, als sie ab September 2015 wieder nutzbar war. Stattdessen erhalten alle Interessierten am Samstag die Möglichkeit, sich die Weißberghalle beim Tag der offenen Tür anzuschauen. Die Vereine sind sehr froh, dass ihnen die Halle mit erheblich besseren Nutzungsmöglichkeiten wieder zur Verfügung steht.

Das Festprogramm gibt es in der gedruckten Dienstagausgabe der HNA Rotenburg-Bebraer Allgemeine oder im E-Paper zum Nachlesen.

Quelle: HNA

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