Steven Renner ist neuer Geschäftsführer beim DRK-Kreisverband Rotenburg

Ein Retter, der gern kocht

Symbolträchtig: Der Vorstand des DRK-Kreisverbandes Rotenburg steht hinter dem neuen Geschäftsführer Steven Renner. Von links Justiziarin Heike Ronsdorf-Holstein, Rettungsdienstleiter Matthias Weber und Margarethe Gernert. Kreisvorsitzender Jürgen Grau war beim Pressetermin verhindert. Foto: Schäfer-Marg

Rotenburg. Der DRK-Kreisverband Rotenburg hat wieder einen hauptamtlichen Geschäftsführer: Steven Renner ist der neue Mann an der Spitze und hat sein Amt vor vier Wochen angetreten.

Das vollzog sich geräuschlos. Einige Aufregung hatte es dagegen gegeben, als Renners Vorgänger Thorsten Bloß im Februar mit sofortiger Wirkung freigestellt worden war. Bloß galt als Verfechter eines Zusammenschlusses mit dem DRK-Kreisverband Bad Hersfeld, bei dem es derzeit Turbulenzen gibt - wir berichteten.

Zum Streit im NachbarKreisverband äußert sich der Rotenburger Kreis-Vorstand äußerst zurückhaltend. Justiziarin Heike Ronsdorf-Holstein sagt nur: „Das tut der Idee des DRK nicht gut.“ Man hoffe, dass es zu einer vernünftigen Klärung der Probleme in Bad Hersfeld komme. Beide Kreisverbände arbeiten zusammen, eine Zusammenlegung lehnen die Rotenburger ab. Zum Kreisverband gehören 310 aktive und 2500 passive Mitglieder.

Assistent und Zugführer

Steven Renner, der neue hauptamtliche Mann an der Spitze des Roten Kreuzes, hat sein Herz für den Rettungsdienst schon als Zivildienstleistender entdeckt – damals aber noch nicht beim Roten Kreuz. Der 41-Jährige aus Fürstenhagen ist von Hause aus Diplom-Ökonom, hat als freiberuflicher Unternehmensberater gearbeitet und immer auch ehrenamtlich für das DRK. Er ist ausgebildeter Rettungsassistent, Rettungszugführer und leitete zuletzt die Rettungswache in Hessisch Lichtenau. Er sieht sich auch als einer der Gründerväter der Schule für Rettungsassistenten in seinem Heimatort. Auch als Ausbilder für Führungskräfte beim DRK-Landesverband arbeitet er ehrenamtlich.

Eher nebenbei hat der verheiratete Vater einer vierjährigen Tochter vor der Industrie- und Handelskammer eine Prüfung zum Koch abgelegt. Beim Thema Ernährung und Jugend wird er so richtig lebendig. Im Bereich Schulverpflegung könnte der Rotenburger DRK-Kreisverband durchaus positiv wirken, glaubt Renner.

Gemeinsam mit anderen hat er in Hessisch-Lichtenau die Gruppe „Lebensqualität“ gegründet. Sie sorgt für regionale, gesunde Schulverpflegung, integriert sind in die Arbeit auch behinderte Menschen. Sein großes Arbeitsfeld im Rotenburger Kreisverband sieht er in der Umstrukturierung der Arbeitszeiten der 52 Rettungssanitäter und -assistenten, die die vier Wachen in Nentershausen, Hönebach, Rotenburg und Bebra besetzen. Die Weiterentwicklung des Ehrenamtes und eine intensivere Werbung für die Vorzüge des DRK-Angebotes wie zum Beispiel den Hausnotruf sind für ihn ebenfalls wichtige Aufgaben.

Und mit Rettungsdienstleiter Matthias Weber will er unbedingt eine Wache übernehmen.

Von Silke Schäfer-Marg

Quelle: HNA

Kommentare