Gaststätte Esposito zum Jahresende geschlossen: Restaurant-Pächter kündigt „enttäuscht“

Ende nach zehn Jahren: Giancarlo Esposito hat als Pächter des Schloss-Ristorantes, ehemals Park-Café, im Rotenburger Schlosspark gekündigt. Er will das „Bacco“ am Fuldaufer, das ihm gehört und zuletzt überwiegend als Bar betrieben wurde, wieder zum Restaurant umbauen. Foto: Schäfer-Marg

Rotenburg. Das Schloss-Ristorante Esposito im Rotenburger Schlosspark wird zum Jahresende schließen. Pächter Giancarlo Esposito, der das Haus zehn Jahre lang betrieb, hat den Vertrag mit der Stadt Rotenburg gekündigt.

Er wolle zurück zu seinen geschäftlichen Wurzeln in Rotenburg und das „Bacco“ am Fuldaufer wieder als Restaurant betreiben, sagt er.

Esposito habe den Vertrag allerdings nicht ganz freiwillig gekündigt, wie er sagt. Und er habe die Kündigung eher vorsorglich an die Stadt geschickt. Er fühle sich nicht genügend unterstützt von der Stadt. Es seien eine Reihe von Investitionen im und am Gebäude des ehemaligen „Park-Cafés“ nötig: Undichte Fenster, ein rostiges Geländer an der Terrasse, die Elektrik zum Außengelände, holpriges Pflaster moniert er ebenso wie Sanierungsarbeiten im Keller und im Kühlhaus. Außerdem forderte er Erneuerungen im hinteren Bereich des Gebäudes, dort, wo auch der anfallende Müll gelagert wird. Einiges, aber bei weitem nicht alles sei nach Gesprächen mit der Stadt abgearbeitet worden.

Dass er auf seine Kündigung kurz vor Strandfest nur ein Bestätigungsschreiben seitens der Stadt bekommen habe, sei enttäuschend. Er habe noch auf Gespräche - auch mit dem Bürgermeister - gehofft.

Christian Grunwald, Rotenburgs Rathauschef, sagt, er könne nicht nachvollziehen, dass sich der Gastronom von der Stadt im Stich gelassen fühle. Es habe bereits im Februar und im Mai Gespräche gegeben und es sei eine klare Vereinbarung zwischen Stadt und Pächter getroffen worden. Gerade deshalb sei die Kündigung im Sommer eher überraschend gekommen. Laut Grunwald hatte man sich bereits geeinigt auf die Arbeiten, die am und im Gebäude geleistet werden sollten. Ein Teil sollte und sei 2013 geleistet worden, weitere Arbeiten sollten im kommenden Jahr folgen und entsprechend in den Haushaltsplan aufgenommen werden.

Gesprächsbereit

Der Bürgermeister erinnerte daran, dass die Stadt in den vergangenen zehn Jahren rund 120.000 Euro in das Gebäude investiert habe. Giancarlo Esposito werde aber noch einmal schriftlich über die Position der Stadt informiert und auch über deren weiterhin bestehende Gesprächsbereitschaft, kündigte Grunwald an.

Die Kündigung würde zum 1. April wirksam. Es habe bereits Gespräche mit anderen ernsthaften Interessenten gegeben, erklärte Grunwald. Er sei guten Mutes, das „Schmuckstück“ weiterverpachten zu können. Schließlich habe die Stadt eine Reihe von Plänen, die die Attraktivität und die Belebung des Schlosspark erhöhen sollen, ohne dessen Charakter zu gefährden. (sis)

Quelle: HNA

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