Regina Panitz-Itter geht in Rente - das Kloster Cornberg bleibt ihre zweite Heimat

Ihr Lieblingsort: Regina Panitz-Itter freut sich jedes Mal, wenn sie den Klosterinnenhof betritt. Nach Veranstaltungen bleibt sie gern auch noch allein in der Kulturbühne – einfach um das Ambiente zu genießen. Foto: Schäfer-Marg

Cornberg. Ende April verabschiedet sich Regina Panitz-Itter aus dem Rathaus. Ruhen will sie aber nicht. Wandern auf dem Jakobsweg und viel Kultur sind angesagt bei ihr.

Mit einer Schwangerschaftsvertretung fing ihre Laufbahn bei der Gemeinde Cornberg an: Im April 1975 wurde Regina Panitz-Itter als Stenosekretärin eingestellt. Ende April 2016 geht sie in den Ruhestand - als Standesbeamtin und Mitarbeiterin im Vorzimmer des Bürgermeisters. Nicht ruhen wird allerdings ihr Engagement als Vorsitzende des Kulturvereins Kloster Cornberg.

Insgesamt 48 Jahre Berufstätigkeit liegen hinter der 63-jährigen gebürtigen Cornbergerin. „Es reicht jetzt“, sagt sie, räumt aber ein, dass sie keinen Plan für den Ruhestand hat. Fest steht für sie, dass sie sich nicht langweilen wird. Die kulturellen Veranstaltungen auf der Kulturbühne des Kloster wird sie weiter organisieren. Malen, Yoga, Sprachkurse - hat sie alles schon gemacht und möchte die Hobbys nun intensivieren.

Vielleicht fällt ihr das eine oder andere auch noch auf dem großen Marsch ein, den sie mit ihrer Freundin Beatrix Griese ab Mai antreten wird: 800 Kilometer auf dem Jakobsweg wollen die beiden Frauen gehen - da bleibt viel Zeit zum Nachdenken.

Diese Zeit hatte sie in jungen Jahren nicht: Zwei Kinder und volle Berufstätigkeit - das hat damals nur Dank Oma, guter Nachbarschaft und flexi-bler Arbeitsmöglichkeiten gut geklappt.

Und bei allem engagierte sie sich noch ehrenamtlich: Regina Panitz-Itter hat Anfang der 1980er-Jahre eine Aerobic-Gruppe geleitet, etablierte den Heimatabend zur Cornberger Kirmes neu und betreute 20 Jahre lang eine ältere behinderte Frau.

Seit 1994 ist sie im Vorstand des Kulturvereins Kloster Cornberg, seit 1999 dessen Vorsitzende. „Das Kloster ist wie eine zweite Heimat für mich“, sagt die agile Fast-Rentnerin.

Dessen große Sanierung hat sie als Verwaltungsmitarbeiterin begleitet. Da ging auch schon mal ein Sonntagnachmittag drauf, wenn sie Zahlen im Bauausgabebuch akribisch überprüfte. Der Auftrag des Landes an die Gemeinde zum Abschluss der Millionen-Investition war klar: Das Kloster muss mit neuem Leben erfüllt werden - damit begann die Erfolgsgeschichte des Kulturvereins, der neben dem Heimat- und Verkehrsverein in den historischen Mauern engagiert ist.

Woran sich Regina Panitz-Itter besonders gern erinnert, und warum sie selbst mal als Kandidatin bei der Bürgermeisterwahl angetreten ist, lesen Sie in der gedruckten Freitagausgabe der Rotenburg Bebraer Allgemeine.

Quelle: HNA

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