Sanierung des Bebraer Verwaltungsgebäudes ist abgeschlossen – Umbau zahlt sich aus

Rathaus ist Energiesparer

Freuen sich über ihr schmuckes und energiesparendes Rathaus: Unser Bild zeigt – von links – Ralf Biel vom städtischen Immoblienmanagement, Bürgermeister Horst Groß, Bauamtsleiter Manfred Klöpfel, Hauptamtsleiter Marco Zobel sowie Dorota Patzwa und Patrick Schuster vom Bau- und Planungsamt. Foto: Gottbehüt

Bebra. Die Wogen rund um die energetische Sanierung und Umgestaltung des Bebraer Rathauses haben sich schon lange gelegt. Die umfangreichen Arbeiten sind, bis auf durch neue Brandschutzauflagen erforderliche Nacharbeiten, inzwischen abgeschlossen.

Zeit für eine Bilanz des Projektes, das einst zum politischen Zankapfel wurde und die Gemüter heftig erhitzte.

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„Die Zahlen sprechen für sich: Wir haben den Gasverbrauch für unsere Heizung um zwei Drittel verringert“, rechnet Bebras Bürgermeister Horst Groß vor. Von 439 000 Kilowattstunden im Jahr 2009 wurde der Eneregieverbrauch 2012 auf 144 000 gesenkt. „Und rechnet man noch die gestiegenen Energiepreise dagegen, sieht die Bilanz noch besser aus – dann sparen wir durch die Sanierung etwa drei Viertel der Energiekosten für das Rathaus ein“, erklärt Bauamtsleiter Manfred Klöpfel.

In fünf Jahren wieder drin

Das Geld, das man seitens der Stadt ins Rathaus gesteckt habe – siehe Hintergrund – werde auf diese Weise innerhalb von nur fünf Jahren wieder hereingeholt, sagt Groß. Er hatte sich 2009, als über das Konjunkturpaket des Landes Hessen Geld für solche Energieeinspar-Projekte bereitgestellt wurde, für die Rathaussanierung stark gemacht. Der Gedanke dahinter sei gewesen, dass über dieses Objekt allen Bebranern die dauerhaft erzielbaren Kosteneinsparungen zugute kommen sollten.

„Die Energieschleuder, die dieses Haus vorher darstellte, galt es, abzustellen“, sagt Groß. Angesichts der nun vorliegenden Zahlen ist aber auch er überrascht, wie positiv sich die Dämmung, die neue Verglasung und der Austausch der alten Fenster sowie die moderne Heizungsanlage tatsächlich auswirken. „Es war die absolut richtige Entscheidung – eine Klinkerreparatur wäre nur Stückwerk gewesen. Auch wenn es vielleicht eine rabiate Lösung war – im Ergebnis hat sie uns viel gebracht“, sagt Bauamtsleiter Klöpfel.

Viel Zuspruch

Aber nicht nur die Zahlen, auch der Zuspruch der dort arbeitenden 60 Menschen und der ungezählten Rathausbesucher spreche für sich. Wo früher noch an warmen Tagen mangels Isolierung unerträgliche Hitze geherrscht habe oder im Winter eisiger Wind durch die Ritzen der verzogenen alten Holzfenster pfiff, herrscht nun ganzjährig Wohlfühlklima, weiß Dorota Patzwa, technische Angestellte im Bau- und Planungsamt.

Fit für die Zukunft

Auf eine teure Lüftungsanlage sei ganz bewusst verzichtet worden – sie hätte für das gesamte Rathaus weitere 250 000 Euro gekostet – „aber laut unserem Energieberater kann man das auch ganz einfach und günstig durch tägliches Stoßlüften erreichen“, sagt Patzwa. Mit der Modernisierung des Rathauses sei dieses nun ernergiesparend und somit zukunftssicher aufgerüstet worden.

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Von Peter Gottbehüt

Quelle: HNA

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