Verweilstation entsteht an der Pfarrstraße – Backhaus wird Mini-Museum

Rasten am Platzborn

Aus einer alten, vom Sturm Kyrill bei Stutzmanns am Bachweg (heute Familie Thomas) umgelegten Eiche, hat Zimmermeister Jörg Hohmeister das Gerüst für die Jausenstation gebaut. Es entsteht ein überdachter Sitzplatz mit Bänken und drei Tischen, links im Bild das Backhaus. Vorn von links Irene Hohmeister, Gabriele Brandau, Michael Brandau und Gerhard Schneider-Rose. Fotos:  Schankweiler-Ziermann

Bebra. Die unendliche Geschichte soll jetzt zu einem guten Abschluss kommen: Das kleine Backhaus an der Pfarrstraße in Bebra wird als Mini-Museum hergerichtet, daneben entsteht zurzeit eine Jausenstation. Damit die Arbeiten vorangehen, ruft der kleine Förderverein Backhaus zur Unterstützung auf. Am morgigen Samstag von 10 bis 14 Uhr werden noch Helfer für einen Arbeitseinsatz gesucht.

Das Gelände um den sogenannten Platzborn sei eine der letzten Möglichkeiten, an das alte Dorf Bebra zu erinnern, erklärten Ingrid Hohmeister und Gerhard Schneider-Rose. Hier befand sich neben dem alten Backhaus, heute verborgen unter dem Rasen, ein Ziehbrunnen, an dem die Bebraner früher ihr Wasser holten. Das heute recht baufällige Backhaus, dessen Ofen noch immer gut zieht, gehörte drei Bauern.

Der Förderverein mit seinen nur noch sechs Mitgliedern ist zurzeit dabei, die kleine Variante für den Platzborn umzusetzen. WC und Ausstellungsraum sind ebenso passé wie ein funktionstüchtiges Backhaus. Stattdessen entsteht jetzt ein überdachter Rastplatz mit drei Beeten für Kräuter, Stauden und Getreide an den Ecken. Davor soll wieder eine Mauer aus großen Sandsteinen gesetzt werden. „Das geht nur mit Sponsoren“, sagen Hohmeister und Schneider-Rose. Nach den Sommerferien will man die Arbeiten mit dem Backhaus fortsetzen. Mauerwerk, Fachwerk und Dach werden in Ordnung gebracht, die Tür soll durch eine Glasscheibe ersetzt werden. Dahinter soll ein Mini-Museum entstehen. Dafür werden noch Teigtrog, Einschießer und Ähnliches sowie eine Backofen-Tür gesucht.

Auch der Brunnen zwischen Verweilstation und Backhaus soll wiederbelebt werden, allerdings nicht mehr als Ziehbrunnen, sondern mit Sandsteintrog zum Zapfen von Trinkwasser. Der Anschluss werde von den Stadtwerken gelegt. Helfen wolle auch die Lehrbaustelle, freuen sich die Vereinsmitglieder.

Auf der kleinen Streuobstwiese wachsen alte und neue Apfel- und Zwetschgenbäume.

Von Gudrun Schankweiler-Ziermann

Quelle: HNA

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