Ein Buch gab den Anstoß

Radfahrer sammelt Spenden für Projekt in Südafrika

Zwei Packtaschen und eine Lenkertasche an seinem Rad reichen Uwe Cohrs, der rund 900 Kilometer durch Deutschland radelt, um Spenden für Projekte des Vereins „Be your own hero“ zu sammeln. Am Dienstag machte er in Bad Hersfeld und Bebra Halt. Mit im Bild Christine Krüger aus Bad Hersfeld, die ebenfalls Mitglied in dem Verein ist. Foto: Maaz

Bebra. Für den guten Zweck schwingt sich der 60-jährige Uwe Cohrs aufs Rad. Nun machte er Halt in Bebra.

Zwar nicht von Paris nach Dakar, wie Uwe Cohrs schmunzelnd zugibt, aber immerhin von Reichenau nach Wolfsburg hat sich der 60-Jährige mit dem Fahrrad aufgemacht, um Spenden zu sammeln. Am Dienstag machte er Halt in Bad Hersfeld und Bebra, wo er von Bürgermeister Uwe Hassl empfangen wurde.

Das Geld soll dem Verein „Be your own hero“ und dessen Projekten für Kinder und Jugendliche in der Region Kwa-Sani in Südafrika zugute kommen, beziehungsweise der Reichenau Missions Schule, die dort eine Vor- und eine Grundschule betreibt.

Schon vor seiner Reise hatte der Wolfsburger Firmen entlang des Weges angeschrieben und um Spenden gebeten, auch einige Privatleute unterstützen ihn. „Ich habe bisher rund 3000 Euro zusammenbekommen und rechne mit etwa 5000“, berichtet Cohrs.

Der 60-Jährige hatte im Vertrieb eines Autobauers beruflich mit Südafrika zu tun und kam über einen Workshop zu „Be your own hero“. „Ich war vom ersten Moment gefesselt und überzeugt von dem Konzept“, erklärt er. „Ich lebe auf der Sonnenseite des Lebens und möchte nun gerne etwas zurückgeben.“

Buch gab den Anstoß 

Den Anstoß für die rund 900 Kilometer lange Tour, die eine von mehrern Veranstaltungen zum zehnten Vereinsgeburtstag in diesem Jahr ist, habe schließlich das Buch über einen Extremsportler gegeben, das der Wolfsburger zu seinem 60. Geburtstag bekam.

„Normalerweise fahre ich so 400 Kilometer im Jahr“, sagt Cohrs, der sich selbst als Freizeitradler bezeichnet und davon ausgeht, so eine Tour nur einmal im Leben zu machen. 80 bis 85 Kilometer pro Tag stehen auf dem Programm, und bis jetzt liegt der 60-Jährige gut im Zeitplan, wie er bei seinem Stopp in Bad Hersfeld berichtete.

Feierlich verabschiedet worden war Cohrs am 25. April auf der Insel Reichenau im Bodensee, wo es bei drei Grad, Regen und Schnee losging. „Das Wetter wurde jeden Tag besser, aber dafür wurden die Berge immer höher“, so Cohrs lachend.

Unterwegs ist er mit einem ganz normalen Tourenrad. Zwei Packtaschen und eine Lenkertasche reichen dem 60-Jährigen, der in Hotels oder bei Privatleuten übernachtet. In Bad Hersfeld zum Beispiel lud Christine Krüger ihn ein. Krüger ist ebenfalls bei „Be your own hero“ engagiert und wäre am liebsten noch ein bisschen mitgefahren ...

Beenden will Uwe Cohrs die Reise am Freitagabend in seiner Heimatstadt - und dann erstmal „was anderes machen, nur nicht radfahren“.

Über die Projekte in Südafrika und die Verwendung der Spendengelder macht sich der Wolfsburger als Teamchef für Südafrika regelmäßig selbst ein Bild vor Ort. Das nächste Mal ist es im Juni soweit.

Quelle: HNA

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