Quereinsteiger gibt’s nicht

Freiwillige Feuerwehr Oberellenbach setzt auf den eigenen Nachwuchs

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Erinnert sich: Feuerwehrmann Christian Fisch im Feuerwehrauto zählt zu den Mitbegründern der Oberellenbacher Jugendfeuerwehr.

Oberellenbach. Was Christian Fisch in der Jugendfeuerwehr gelernt hat, das kann er im Leben gebrauchen. Verantwortung zu übernehmen gehört dazu, Entscheidungen zu treffen, sich auf andere zu verlassen. Der 32-Jährige war als Kind dabei, als die Oberellenbacher Jugendfeuerwehr vor 20 Jahren gegründet wurde.

Christian Fisch wechselte später in die Einsatzabteilung und übernahm als Jugendwart bei der Feuerwehr wiederum Verantwortung.

Christian Fisch erinnert sich an Übungsstunden immer freitags auf dem Bolzplatz im Dorf, an alte noch vorhandene blaue Overalls, die später durch schicke Uniformen ersetzt wurden. Die Jugendfeuerwehr war, nachdem sie Jahre vorher schon bestanden und dann wieder eingestellt worden war, im Neuaufbau.

Zwölf Jugendliche aktiv 

Zur Person 

Christian Fisch ist 32 Jahre alt und wohnt in Oberellenbach. Nach dem Abitur machte er eine Ausbildung zum Kommunikationselektroniker. Er arbeitet als IT-Systembetreuer, ist verlobt und hat eine einjährige Tochter.

Ziel der Bemühungen von etwa zwölf Jugendlichen, angeleitet von Jugendwart Rainer Krück, war immer der Bundeswettbewerb. Dafür krabbelten sie durch Tunnel, kletterten über Hürden, setzten Knoten, simulierten Wasserentnahme und kuppelten die Saugleitung. Das Tragkraftspritzenfahrzeug der Oberellenbacher, wichtiger Bestandteil des Kinder- und Jugend-Feuerwehrkosmos, war da schon vorhanden und ist es heute noch.

Christian Fisch denkt zurück an Zeltlager und Schwimmbadbesuche. Disziplin und Ordnung erlernten die Kinder, aber: „Der Spaßfaktor kam nicht zu kurz.“ Für Fisch war stets klar, in der Heimat zu bleiben. Mit ihm wuchsen aus der ersten Generation auch Tim Mey, Sascha und Marcel Heußner und Philipp Ludwig in die Erwachsenenwehr hinein.

Gut aufgestellt 

„Es gibt keine Quereinsteiger mehr“, weiß Christian Fisch, aber um die Zukunft der Wehr ist ihm nicht bange. Von 2000 bis 2005 war er als Jugendwart selbst in der Nachwuchsarbeit engagiert, hat dafür zahlreiche Lehrgänge absolviert und Zeit investiert. Die Oberellenbacher Jugendfeuerwehr sieht er heute gut aufgestellt. Heute sind wieder etwa ein Dutzend Kinder am Üben für die Wettbewerbe. Wenn man den Kindern und Jugendlichen viel mitgebe, sei die Bereitschaft gesichert, dass sie später gerne in die Einsatzabteilungen wechselten.

Von Achim Meyer

Quelle: HNA

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