Prozessbeginn nach Bluttat in Bayern - Bad Hersfelder soll junge Mutter erstochen haben

Bad Hersfeld/Weiden. Es begann als Internetromanze und endete in einer Bluttat. Acht Monate nach dem gewaltsamen Tod einer jungen Mutter im bayerischen Vohenstrauß steht seit Freitag ein 23-Jähriger aus Bad Hersfeld vor dem Landgericht Weiden. Der Vorwurf: Mord. Die Staatsanwaltschaft verdächtigt ihn, die Mutter eines kleinen Mädchens aus verschmähter Liebe umgebracht zu haben.

Laut Anklage hatten sich der junge Mann und die 21-Jährige vergangenes Jahr über soziale Netzwerke kennengelernt. Kurzerhand zog der damals 22-Jährige nach Vohenstrauß. Er suchte sich eine Arbeit und zog in ein Hotel unweit der Wohnung der Frau. Bald musste er jedoch erkennen, dass sie seine Gefühle nicht erwiderte.

Als die Frau bei der Polizei mehrfach Anzeige gegen ihn wegen Belästigung erstattete und der Fachlagerist daraufhin seine Arbeit verlor, eskalierte der Staatsanwaltschaft zufolge die Situation – und der Mann tötete seine große Liebe. Er soll dreimal auf die Frau eingestochen haben. Die 21-Jährige verblutete vor ihrer Wohnungstür.

Zum Prozessauftakt räumte der Angeklagte die Tat ein. Er bedauere die Tat, zumal das Kind des Opfers nun ohne Mutter aufwachse. In dem Verfahren geht es vor allem um die Schuldfähigkeit des Angeklagten, der psychisch gestört sein soll. Der Prozess geht am nächsten Freitag weiter. (dpa)

Quelle: HNA

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