Neue Bronzeskulptur: Prinzessin und Frosch im Schlosspark

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Neue Skulptur im Schlosspark: Die Prinzessin und der Froschkönig ziehen jetzt die Blicke auf sich.

Rotenburg. So ist Kunst: Vor etwa zehn Jahren, erzählte Professor Ewald Rumpf, habe er die Figur einer Frau mit einem Frosch, dem Märchen Froschkönig nachempfunden, aus Bronze modelliert. „Für mich, nicht für einen bestimmten Ort“, erzählte Rumpf.

Doch nun haben Frosch und Prinzessin einen Ort gefunden: Sie sitzen inmitten eines runden Teichs im Rotenburger Schlosspark. Und glänzten am Samstagnachmittag in der in diesen Tagen so seltenen Sonne, als Rumpf und die Frau, die den Aufbau in Rotenburg möglich gemacht hat, mitsamt Offiziellen der Stadt und Gästen aus der Rotenburger Öffentlichkeit zur Enthüllung gekommen waren.

Marlies Ebeling heißt die Gönnerin, der die Rotenburger schon so manche Bronzefigur – und nun auch Prinzessin und Frosch – verdanken. Die gebürtige Kasselerin lebt seit einiger Zeit in Rotenburg.

Gutes für Rotenburg

Blumen für die Gönnerin: die Rotenburgerin Marlies Ebeling, vorn, mit Professor Ewald Rumpf, dem Schöpfer der Skulptur, und Gästen.

Kerstin Schulz, Leiterin der Tourist-Information Rotenburgs, betonte: „Frau Ebeling ahnt wahrscheinlich gar nicht, was sie Rotenburg Gutes tut und schon getan hat.“ Die neue Skulptur sei erneut ein Hingucker für alle Einwohner und Gäste der Stadt – wie die bisherigen. Schulz: „Bekämen wir zehn Cent von jedem, der eine unserer Bronzeskulpturen in der Stadt fotografiert, könnten wir uns schon die nächste leisten.“ Und zu Marlies Ebeling gewandt: „Wir wissen noch gar nicht, wie wir das an Ihnen gutmachen können, aber wir werden uns etwas nicht Alltägliches einfallen lassen.“ Worauf Ebeling sichtlich gerührt antwortete: „Das sollen Sie doch nicht ...“

Tiere als Partner

Professor Rumpf erläuterte dann sein Werk genauer. „Ich liebe die Tierdarstellungen im Märchen“, erklärte er. „Dort sind die Tiere keine Nutztiere, sondern Partner. Und aus dem Frosch wird ja später der Lebenspartner der Prinzessin.“ Rumpf gab zu, als Kind sehr enttäuscht vom Verhalten der jungen Dame gewesen zu sein, die den Frosch aus Ekel an die Wand geworfen habe. „Aber das ist ausgelebt“, sagte er schmunzelnd. Und begeisterte sich wie die übrigen Gäste an der Skulptur, die wie geschaffen dafür sei, sie von allen Seiten zu betrachten. Rumpf: „Ihre Gliedmaßen streckt sie wie einen Stern aus.“

Von Rainer Henkel

Quelle: HNA

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