Bürgermeister möchte Bürger bei der Gestaltung des Nordkreisels mitreden lassen

Ein Prellbock für die Inspiration

Im Hintergrund der Bahnhof, im Vordergrund der neue Nordkreisel: Bürgermeister Uwe Hassl bittet um Gestaltungsvorschläge. Der Prellbock soll bei der Ideenfindung helfen. Foto: nh

BEBRA. Bebras Bürgermeister Uwe Hassl bittet seine Mitbürger um Vorschläge zur Gestaltung des neuen Nordkreisels. Gewissermaßen zur Inspiration hat er zunächst provisorisch einen Prellbock auf der groben Schotterfläche aufstellen lassen, erklärt Hassl.

Das schwere Eisenteil erinnere ihn an die ersten fast vergangenen 100 Tage seiner Amtszeit. „Bürgermeister müssen wohl ein dickes Fell haben und einiges an sich abprallen lassen. In den vergangenen Wochen sind jede Menge Leute bei mir gewesen, die Sachen von mir verlangt haben, die sie bei meinem Vorgänger 18 Jahre lang nicht bekommen haben. Was ich mir da so alles anhören musste. Da kommt mir so ein Prellbock gerade recht“ schreibt der Bürgermeister in einer Pressemitteilung.

Symbol für Standfestigkeit

„Der Prellbock war eigentlich eine spontane Idee von mir. Jetzt gefällt er mir schon richtig gut“, findet das Stadtoberhaupt. Die eisernen Streben könne man als Symbol für die Standfestigkeit der Stadt in stürmischen Zeiten betrachten, meint Hassl. „Überhaupt erinnert der Prellbock mit seinen deutlichen Zeichen von Rost an die frühere Bedeutung des Bahnhofs. Der Kreisel selbst steht für den Wandel“, philosophiert Hassl.

Er wolle jedoch keinesfalls alleine über die Gestaltung des markanten Punktes entscheiden, sondern möchte gern die Bevölkerung beteiligen. Aus Gesprächen heraus seien ihm bereits interessante Vorschläge unterbreitet worden. So gebe es die Idee, einen Eisenbahnwaggon ähnlich der berühmten U-Bahnhaltestelle an der Bockenheimer Warte in Frankfurt schräg im Boden zu versenken, erzählt der Bürgermeister.

Besonderer Charme

Für ihn selbst habe die Idee mit dem Prellbock ihren ganz besonderen Charme. „Den Prellbock haben wir schon. Schienen, um ihn draufzustellen, kriegen wir auch. Schotter ist leicht zu pflegen. Das Ganze ist also äußerst kostengünstig“, sagt Hassl augenzwinkernd. (red/pgo)

Vorschläge an Patrick Schuster vom Stadtbauamt, Telefon 0 66 22/50 11 50, E-Mail bauamt@bebra.de

Quelle: HNA

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