Preis krönt Bemühungen

Brüder-Grimm-Grundschule Bebra macht Hessens beste Schülerzeitung

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Ausgezeichnete Gruppe der Brüder-Grimm-Grundschule: von links: Mizgin Sezgin, Melina Wolf, Martina Beck, Tabea Kacmaz, Christine Fichtner, Angelina Wolf, Hanna Weber, Lara Holzhauer, Frau Kultusministerin Beer, Kristina Rifel, Annemarie Warneck, Nesrin Eker, Robin Steinert und im Vordergrund Oliver Kobylanski. Aus dem Schülerzeitungsteam fehlten bei der Preisverleihung: Amalie Buller, Chantal Hedrich, Polina Kalysheva, Helin Atalan, Leon Pascal Seiß.

Bebra. Hinter der kurzen Nachricht, dass der Bebraer „Biber-Bote“ die beste Schülerzeitung Hessens in der Kategorie Grundschulen ist und auf der Buchmesse in Frankfurt ausgezeichnet wurde – wir berichteten – , verbarg sich für Kinder und Lehrerinnen ein aufregender Tag.

Schulleiterin Annemarie Warneck sieht im Preis auch eine Anerkennung für die gesamten Anstrengungen der Schule, „ihren“ Kindern ein gutes Rüstzeug im Bereich Bildung zu geben.

Bereits im Frühjahr hatte die Schule den hessischen Medienkompetenzpreis gewonnen „Eine gute Schule erkennt man keineswegs erst dann, wenn man Wettbewerbe gewinnt, aber sie können Bemühungen krönen“, sagt Warneck.

Das Kollegium der Brüder-Grimm-Grundschule bemühe sich intensiv darum, die Schüler stark, selbstbewusst, sozial, tolerant und leistungsfähig nach vier Grundschuljahren zu entlassen. Dabei scheine die Ausgangsituation eher ungünstig zu sein: Etwa 51 Prozent der Kinder hätten einen Migrationshintergrund, etwa 20 Prozent der Eltern seien nicht ausreichend alphabetisiert, um Elternbriefe lesen und verstehen zu können.

Große Herausforderungen

Etwa jedes fünfte Kind erhalte Sozialleistungen. Viele Schüler hätten unterschiedliche Behinderungen. Für etwa 30 Prozent der Kinder würden deshalb mindestens halbjährlich individuelle Förderpläne erarbeitet. Warneck spricht in diesem Zusammenhang von „großen Herausforderungen“ für das Kollegium

Die Schulreporter Mizgin Sezgin, Melina Wolf, Nesrin Eker, Lara Holzhauer, Angelina Weimar, Hanna Weber, Tabea Kacmaz, Kristina Rifel, Oliver Kobylanski und Robin Steinert waren mit dem Zug nach Frankfurt zur Preisverleihung gefahren – damals noch nicht ahnend, dass sie letztlich zu Siegern gekürt würden. Begleitet wurden sie von der Rektorin Warneck, der stellvertretenden Schulleiterin Martina Beck, der Leiterin der Arbeitsgemeinschaft Schülerzeitung, Christine Fichtner, sowie die Eltern Yvonne Weber und Andreas Steinert.

Groß waren natürlich der Jubel und Stolz, als Kultusministerin Nicola Beer ihnen die Urkunde überreichten, berichtete die Schulleiterin. Der Preis für die Kinder war ein Besuch des Frankfurter Filmmuseums mit einem dazugehörigen Workshop. Jetzt ist der „Biber-Bote“ bundesweit im Wettbewerb um den Titel der besten Schülerzeitung.

Schön auch eine Begegnung am Rande: Die Kinder trafen Bilderbuchautorin und -illustratorin Gisela Kalow wieder. Sie hatte hatte schon einmal in der Brüder-Grimm-Schule gelesen.

Jetzt kreierte sie gemeinsam mit dem jungen Reporterteam ein Fantasiewesen, dass vielleicht einmal in einem neuen Bilderbuch zu finden sein wird. Die Originalzeichnung jedenfalls hat einen Ehrenplatz in der Schulbücherei bekommen. (sis)

Quelle: HNA

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