Ermittlung nach Ursache für Explosion

Ursache für Explosion: Fahrlässige Brandstiftung oder technischer Defekt

Rotenburg. Die Polizei schließt eine Gasexplosion als Ursache für den Brand und die gesprengte Hauswand des Mietshauses im Rotenburger Wohngebiet Hochmahle aus. Das Unglück war am frühen Donnerstagabend geschehen.

Ermittlungen hätten gezeigt, dass die Gasthermen des Gebäudes in einem einwandfreiem Zustand gewesen seien.

Das erklärte Polizeipressesprecher Manfred Knoch. Die Thermen seien ordnungsgemäß gewartet worden.

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Es stehe fest, dass der Explosion ein Brand vorausgegangen sei. In einem Raum an der Giebelwand müsse das Feuer ausgebrochen sein.

Bei geschlossenen Fenstern habe sich Druck aufgebaut, der sich schließlich explosionsartig durch die Hauswand entladen habe. Der Druck wäre allerdings noch weitaus größer gewesen, hätte es sich um eine Gasexplosion gehandelt.

Zur Brandursache konnte die Polizei noch keine endgültige Aussage treffen. Möglich sei fahrlässige Brandstiftung, aber auch ein technischer Defekt könne weiterhin nicht ausgeschlossen werden. Von vorsätzlicher Brandstiftung gehen die Beamten nicht aus.

Das Gebäude, ein Miet-Reihenhaus der Wohnstadt-Wohnungsbaugesellschaft, stammt aus den 50er-Jahren. In der kommenden Woche soll die Statik des Gebäudes untersucht werden.

Die fünf Mieter sind derzeit bei Verwandten untergebracht. Die Wohnungsbaugesellschaft hat allen Betroffenen am Freitag andere, sofort bezugsfähige Wohnungen innerhalb Rotenburgs angeboten. Inzwischen ist eine Welle der Hilfsbereitschaft entstanden.

Sach- und Geldspenden werden für die Mieter gesammelt. Auch eine Facebook-Initiative hat sich zur Unterstützung der Unglücksopfer gegründet. (sis)

Bilder vom Einsatz

Explosion: Hausbrand auf Hochmahle in Rotenburg

Quelle: HNA

Rubriklistenbild: © Foto:  Schäfer-Marg

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