Dorferneuerung in Asmushausen läuft noch bis 2015 – jetzt ist die Mitte an der Reihe

Platz für Neues im Ort

Ortskern: Das Haus Wanke steht zurzeit leer, bleibt aber erhalten. Interessenten können sich an die Stadt Bebra wenden. Das gilt für das Haus Claus. Beide Häuser stehen zur Verfügung, wenn jemand sie sanieren will.

Asmushausen. Viel ist schon getan, viel soll noch passieren in den nächsten zwei Jahren, bis die Dorfernneuerung in Asmushausen abgeschlossen sein wird. Bei einem Rundgang durchs Dorf zeigen Ortsvorsteher Richard Berge und Markus Knobl von der Stadtverwaltung Bebra, wie weit die Asmushäuser schon gekommen sind.

Der Löwenanteil von 300 000 Euro floss in die Sanierung des Schwimmbads, das ein Trägerverein übernommen hat. Eigenleistungen für 130 000 Euro stecken allein in diesem Projekt. Hier wie bei allen anderen Projekten haben die Asmushäuser kräftig mit angepackt.

Unterhalb des Schwimmbades am Rande des Sportplatzes wurden verwilderte Gärten eingeebnet und ein Zeltplatz geschaffen sowie ein Steg über den Bach gebaut. Jugendgruppen wie die jungen Fußballer des KSV Baunatal waren bisher schon Gäste und übernachteten in Zelten und im DGH.

Künftig gibt es hier auch einen Platz für Beachvolleyball (Bau noch im April), eine Feuerstelle zum Grillen und einen Parkplatz. Am Sporthaus wird noch eine überdachte Wasserstelle zum Spülen installiert, Duschen und Toiletten können im Schwimmbad und im ehemaligen Raiffeisengebäude genutzt werden. Dort residieren jetzt die Bebraer DLRG mit ihren 300 Mitgliedern und die Jagdgenossenschaft. Letztere stellen dort Geräte unter, die DLRG, Fahrzeuge, ein Rettungsboot und anderes mehr. Ein Schulungsraum wurde eingerichtet.

Jede Menge Eigenleistung

Die Camper können auch das neue Empfangsgebäude am Sportplatz nutzen, zum Beispiel zum Essen, oder die Schießanlage im Sporthaus nach Absprache mit dem Vorsitzenden der Kyffhäuserkameradschaft, erläutert Richard Berge. Er ist neben Liane Ursprung-Holstein und Wolfgang Fehling im Vorstand des Dorferneuerungsbeirat aktiv. Das Gebäude am Sportplatz war das Initialprojekt der Dorferneuerung, sagt Knobl. Die Arbeiten sind ganz überwiegend in Eigenleistung des Sportvereins erledigt worden.

Auf dem Gelände des Spielplatzes gegenüber dem neuen DLRG-Gebäude hat vor 40 Jahren noch der Zirkus Halt gemacht. „Sie kamen mit einem Äffchen und einem Esel am Wagen und stellten ihr Zelt hier auf“, erinnert sich Berge.

Der Spielplatz wird aber nicht hier bleiben, sondern soll in den Ortskern umziehen, neben das Haus Ursprung an die Stelle, wo jetzt noch die Scheune steht. Hier soll bis 2015 noch viel passieren. Mehrere Scheunen und Häuser werden im September fallen, damit im Dorfkern drei neue Bauplätze zu je etwa 750 Quadratmeter entstehen. Auf 200 Metern wird der Holzbach umgeleitet und renaturiert, ein Wasserspielplatz soll angelegt werden. Auch ein Mehrgenerationenplatz ist geplant.

Bei 695 000 Euro liegt der Gesamtinvestitionsrahmen, für die Ortsmitte kommen nochmals 200 000 Euro dazu, erklärte Ulrike Kraus, die ebenso wie Ursula Roller beim Kreis für die Dorferneuerung zuständig ist, gegenüber der Stadt.

Von Gudrun Schankweiler-Ziermann

Quelle: HNA

Kommentare