Stadt Rotenburg baut an der Egerländer Straße neu und fördert Anbau an Kita St. Georg

Platz für fünf Krippengruppen

Neubau für drei Krippen: An der Egerländer Straße, neben dem städtischen Kindergarten

Rotenburg. Ab Sommer haben Eltern einen Rechtsanspruch auf die Betreuung ihrer Kinder unter drei Jahren. Um die erwartete Nachfrage befriedigen zu können, soll in Rotenburg noch Platz für fünf neue Krippengruppen geschaffen werden. Die grundsätzliche Entscheidung dazu haben die Stadtverordneten getroffen.

An der Egerländer Straße wird die Stadt selbst einen Neubau in Holzmodul-Bauweise errichten. Er wird drei Gruppen Platz bieten. Betrieben werden sie von der Arbeiterwohlfahrt (Awo). Diese Kombination aus Bauträger Stadt und Betreiber Awo soll für den städtischen Haushalt günstiger ausfallen, als wenn alles in die Hände eines privaten Trägers gegeben wird. Für die neue Krippe werden Zuschüsse des Landes Hessen in Höhe von 450 000 Euro erwartet.

Auf dem Gelände der Kindertagesstätte St. Georg sollen zwei zusätzliche Krippengruppen eingerichtet werden. Die Stadt wird sich an der Investition mit 350 000 Euro beteiligen.

Bürgermeister Christian Grunwald wies ausdrücklich darauf hin, dass der Hort St. Georg, aus dessen Betrieb sich die Stadt zurückzieht, nicht der U3-Betreuung geopfert wird. Die Entscheidung, für zwei weitere Krippengruppen auf dem Kita-Gelände sei erst vor Kurzem gefallen und habe nichts mit der Abkehr vom Hort zu tun.

Überhaupt ist das Vorhaben unter Zeitdruck entstanden. Die Stadtverordneten hatten nur wenige Tage, um sich in die Vorlage der Verwaltung einzuarbeiten, ehe sie ihre Entscheidung fällen mussten. Bis zur nächsten Sitzung des Stadtparlaments Ende April war nämlich keine Zeit: Awo und Evangelische Gemeinde müssen die öffentliche Förderung beim Landkreis bereits bis 15. April beantragen. Dafür musste aber die grundsätzliche Zusage der Stadt vorliegen.

Mit der heißen Nadel

Entsprechend kritisch betrachteten alle drei Fraktionen die mit der heißen Nadel gestrickte Vorlage. „Das war zu kurzfristig“, hieß es von allen Seiten. Dennoch sahen die Stadtverordneten die Notwendigkeit für weitere Krippenplätze ein und gaben bei drei Enthaltungen aus den Reihen der SPD ihre grundsätzliche Zustimmung.

Von Marcus Janz

Quelle: HNA

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