Platz in der Dorfmitte soll für Feste und als Parkplatz genutzt werden

Trostlose Fläche: Teils geschottert, teils asphaltiert – so sieht jetzt der Platz neben dem alten Rathaus (im Hintergrund) aus. Schon heute wird die Fläche zum Parken benutzt. Foto: Schäfer-Marg

Lispenhausen. Der Platz neben dem alten Rathaus und dem Feuerwehrgerätehaus in Lispenhausen soll als Parkplatz ansprechend hergerichtet werden und bei Bedarf als Multifunktionsplatz dienen - etwa für den Weihnachtsmarkt.

Auf diesen Vorschlag einigten sich die Lispenhäuser, die an einer Ortsbeiratssitzung am Mittwoch teilgenommen hatten.

Ortsvorsteher Manfred Knoch hatte die Sitzung unterbrochen, um eine Diskussion der Besucher zu ermöglichen. Heinrich Wacker vom Stadtbauamt hatte zuvor einen Plan für den Platz vorgestellt, der durch den Abriss der früheren Backsteinschule vor einigen Jahren entstanden war.

Schon damals, 2008, gab es Vorschläge - am Mittwoch wurden sie Luxusvariante genannt. Demnach sollte eine Dorflinde die Fläche dominieren, aus den Sandstein-Sockelsteinen der Backsteinschule sollte die hübsche Einfassung eines gepflasterten, mit Laubengang ergänzten Rondells entstehen. Aus Kostengründen wurde der Plan damals nicht realisiert. Die Sockelsteine sind zwischengelagert, erklärte Bürgermeister Christian Grunwald.

Wackers aktueller Plan sieht die Anlage von 14 Parkplätze auf dem Grundriss der Backsteinschule vor, die durch sechs Bäume begrünt werden sollten. An Kopf und Ende der gepflasterten Parkreihen könnte jeweils eine Bank unter einem Rosenbogen entstehen, die Fläche rundherum soll durch die Sandsteine abgegrenzt werden.

65.000 Euro stehen im Haushaltsplan zur Verfügung. Das Geld ist für Material gedacht, Eigenleistung der Lispenhäuser unter Mitarbeit des Bauhofs ist gefragt.

Relativ schnell waren sich die Diskussionsteilnehmer einig, dass sechs Bäume die Nutzung des Platzes zu sehr einschränken würde. Pfarrer Alexander Riedel plädierte für einen Multifunktionsplatz: Parkplätze ja, aber die gesamte Fläche nutzbar machen für Feiern im Dorf. Rüdiger Ritter, Vorsitzender des Schützenvereins, wies darauf hin, dass dann auch die nötigen Anschlüsse wie für Starkstrom verlegt und ein Platz für Toilettenhäuschen bedacht werden müsse. Diese Kosten sollen jetzt ermittelt werden.

Ausreichend Parkplätze benötigt auch die benachbarte Feuerwehr. Das kaputte Mäuerchen neben dem alten Rathaus und der schmale Grünstreifen am Gebäude sollen nach Wackers Plänen beseitigt und durch weitere Parkflächen ersetzt werden.

Einig waren sich die Lispenhäuser darin, das Projekt jetzt schnell in Angriff zu nehmen. In der nächsten Ortsbeiratssitzung soll endgültig entschieden werden.

Von Silke Schäfer-Marg

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Quelle: HNA

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