Pläne für Windpark im Dreiländereck

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Windrad

Heringen/Friedewald/Wildeck. Im Dreiländereck von Heringen, Friedewald und Wildeck könnten sich schon in zwei Jahren Windkrafträder drehen.

Pläne für zehn Anlagen von 150 Meter Nabenhöhe im Wald im Bereich „Zollstock“ stellten am Mittwochabend Frank Heuser von der Land und Forst Projektentwicklung und Ingo Sauer vor. Der Bad Hersfelder Unternehmer Sauer ist auch Geschäftsführer der Windpark Bad Hersfeld KG. Er und Altbürgermeister Hartmut H. Boehmer wollen auf dem Bad Hersfelder Wehneberg acht Windräder im Wald errichten.

Zu der zentralen Veranstaltung zur Entwicklung der Windenergie im Bereich der drei Gemeinden waren fast 100 Menschen in die Mehrzweckhalle Hönebach gekommen. Eine kontroverse Diskussion gab es nicht, aber viele Fragen.

Die Pläne stünden am Anfang, sagte Ingo Sauer. Frühester Baubeginn sei 2013. Zunächst solle jetzt die Bürgerwind Gaishecke GmbH als Planungsgesellschaft mit Sitz in Heringen gegründet werden. Sauer und Heuser betonten, die Wertschöpfung bleibe in der Region. Jeder Bürger könne sich als Kommanditist beteiligen, auch die neu gegründete Wildecker Energie Genossenschaft.

Der Wald im Dreiländereck ist im Besitz von Hessen Forst. Laut Volker Neumann ist von dieser Seite wohl kein Widerstand zu erwarten, wenn der Regierungspräsident das Vorhaben genehmigt.

Der Wildecker Bürgermeister Jürgen Grau sprach von einem angedachten Vorhaben und möglichen Standorten für Windkraft. Wenn ein solcher Windpark entstehe, sollte aber die Gemeinde auch ein Stück vom Kuchen, sprich von der Gewerbesteuer, abbekommen. Sein Heringer Amtskollege Hans Ries sieht das ähnlich und steht der Windenergie positiv gegenüber.

Auf Heringer Gebiet befinden sich fünf der möglichen Standorte. (ank)

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Quelle: HNA

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