Pläne für Fusion von drei Kirchengemeinden sorgen für Diskussion

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Die Zukunft im Blick: Konzentriert hörten die 60 Besucher bei der Gemeindeversammlung im Bonhoefferhaus zu und diskutierten anschließend die Folgen einer Zusammenlegung.

Rotenburg. Für eine lebhafte Diskussion sorgen die Pläne, aus den drei Rotenburger Kernstadt-Gemeinden eine Gesamtgemeinde zu bilden. Die Zusammenarbeit zwischen den evangelischen Kirchengemeinden Altstadt, Martin-Luther und Neustadt ist seit Langem eng.

Jetzt aber streben die Kirchenvorstände an, aus den drei Gemeinden eine zu bilden. Die Pfarrer Wilhelm Altmüller, Michael Dorfschäfer und Lars Niquet stellten die Pläne am Mittwochabend in einer Versammlung vor.

Eine Zusammenlegung der Gemeinden würde eine Änderung in der Organisationsstruktur bedeuten. Aus drei Einzelgemeinden, die jede ihren eigenen Kirchenvorstand hatte, würde eine Kirchengemeinde mit einem Kirchenvorstand. Dieser Kirchenvorstand leitet die Gemeinde und delegiert Aufgaben an drei Ortsausschüsse („Stimmbezirksausschüsse“), die die Interessen der bisherigen drei Gemeinden vertreten. Aus jedem Stimmbezirk werden künftig fünf Personen in den Gesamt-Kirchenvorstand gewählt. Hier ist eine Obergrenze von 15 Mitgliedern von der Landeskirche vorgegeben, erläuterte Niquet.

Ausschüsse mit Befugnissen

Die Ortsausschüsse bestehen aus den fünf für den Gesamtvorstand Gewählten. Weitere Personen werden dazuberufen. Über die Anzahl entscheidet jeder Ausschuss selbst. Damit bedeutet die neue Struktur nicht, dass in den Gemeindebezirken weniger Leute in die Entscheidungen eingebunden sind. Derzeit gehören jedem Kirchenvorstand zwölf Laien plus Pfarrer an. Die Ausschüsse dürfen unter anderem über folgende Bereiche allein entscheiden: die Verwaltung der Gebäude und Anschaffungen vor Ort.

Für Diskussionen sorgte vor allem die Frage, ob die Arbeit mit der neuen Struktur auf weniger Schultern lasten würde.

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Von René Dupont

Quelle: HNA

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