Horst Rimbach leitet den TTC seit der Gründung – schwierige Zeiten ohne Halle

Ping und Pong seit 1963

Der Tischtennisclub Richelsdorf ehrte beim Festkommers seine Gründer: Horst Rimbach (von links), Werner Schuchardt, Harry Triebstein, Erich Herbig, Fritz Schuchardt, Heinz Rudolph und Horst Reiff erhielten die Ehrennadel in Gold für 50 Jahre. Foto: Vöckel

Richelsdorf. Der Tischtennisclub Richelsdorf steht gut da – und das nun schon seit 50 Jahren. Sowohl im Sport als auch in der Ortsgemeinschaft ihres Dorfes sind die Freunde des schnellen Spiels eine feste Größe. Das wurde deutlich in der Jubiläumsfeier zum 50-jährigen Bestehen des Clubs im Thüringer Hof in Richelsdorf.

Die Festredner des Abends würdigten die Erfolge und das Wirken des Vereins, der sich zum sportlichen Aushängeschild der Gemeinde Wildeck entwickelt hat.

Ein Mann stand im Mittelpunkt der Jubiläumsfeier: Horst Rimbach. Der Vorsitzende ist seit der Gründung 1963 im Amt. „So etwas habe ich noch nicht erlebt. Das ist eine einmalige Leistung“, lobte Sportkreisvorsitzender Paul Mähler die Beständigkeit und das Durchhaltevermögen des Jubilars, der mit tosendem Applaus von den Besuchern gefeiert wurde.

Der Vereinschef war in dieser langen Zeit an der Clubspitze mehr als nur ein Vorsitzender: Vorbereiter und Organisator von Veranstaltungen, Klassenleiter und Mitarbeiter im Vorstand des Tischtenniskreises Hersfeld-Rotenburg. „Nichts hat er dem Zufall überlassen. Er hat Tischtennisplatten und Absperrungen aufgestellt, die Spieler mit Getränken versorgt“, zählte Kassierer Günter Wieschollek die vielen Funktionen des Vorsitzenden auf, dem die Aktiven des TTC Richelsdorf in einer langen Reihe mit roten Rosen gratulierten.

Derzeit nur Auswärtsspiele

Der Tischtennisclub hat derzeit keine Sportstätte für den Spiel- und Übungsbetrieb seiner Mannschaften. Die Weißberghalle steht wegen der Renovierung nicht zur Verfügung, und ein Ende der Bauarbeiten ist nicht abzusehen. „Wir haben nur noch Auswärtsspiele“, beklagte Günter Wieschollek den gegenwärtigen Zustand.

Nicht gerade ideal seien die Ausweichsportstätten: Die Mehrzweckhalle in Bosserode sei zu dunkel, die Gymnastikhalle in Obersuhl zu kalt, und aus der Großsporthalle in Obersuhl würden die Richelsdorfer regelmäßig rausgeworfen. „Es geht weiter“, beruhigte Jörg Kraus vom Gemeindevorstand Wildeck die Tischtennisfreunde. Die Kommunalaufsicht habe den Kredit für die Fortsetzung der Sanierung der Weißberghalle genehmigt. Nun soll es zügig vorangehen, damit Tischtennis bald wieder am angestammten Platz gespielt werden könne.

Vereinsgeschichte präsentiert

Die Vereinsgeschichte stellten die Zweite Vorsitzende Britta Schuchardt und der Erste Kassierer Günter Wieschollek in zwei Abschnitten vor. Das waren gelungene Präsentationen in Bildern und Texten, begleitet mit Worten des Dankes an Sportler und Mitarbeiter aus den fünf Jahrzehnten des Vereinsbestehens.

Mitgestaltet wurde der Festkommers mit einem Sketch von Angelika Wieschollek und mit Liedern vom Männerchor Richelsdorf. Das Vereinslied „Ping Pong – das ist ein wunderschöner Sport“ stimmte Egon Burghardt (Text und Musik) mit Angelika und Günter Wieschollek an. Für den Kreis gratulierte Landrat Dr. Karl-Ernst Schmidt. Die Glückwünsche des Ortsbeirats und der Richelsdorfer Vereine überbrachte der im Gründungsjahr geborene Ortsvorsteher Wilfried Wetterau. (zvk)

Von Herbert Vöckel

Quelle: HNA

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