Horst Groß feierte Abschied und Geburtstag mit vielen Weggefährten

Pfundskerl mit Ghostwriter

Im Kreis der Familie: Horst Groß (von rechts) mit seiner Frau Brigitte, Sohn Thomas, Schwiegertochter Heike, Kathrin (Freundin von Sohn Marc) sowie Mutter Elisabeth (von links), die Schwestern Christa und Jutta, Sohn Stefan und Freundin Ulrike. Foto: Schankweiler-Ziermann

So wie er war auch sein Abschied: Es gab wenige Reden, mehr Bier, und noch mehr Lachen bei der Feier zu Horst Groß’ Abschied aus dem Bürgermeisteramt am Montag, seinem 67. Geburtstag. Weggefährten blickten zurück und gratulierten launig, in Reimen oder sogar als Geist.

Ganz und gar unsichtbar meldete sich der Ghostwriter (Friedhelm Eyert vom Ordnungsamt) zu Wort. „18 Jahre war ich meines Herrn Mund und Feder“ begann er seine Abrechnung und thematisierte schadenfroh Groß’ Abneigung gegen Fremdwörter, sodass in der Neujahrsansprache aus dem englischen „Business“ Busa sa sa wurde. Eyert, selbst 20 Jahre in der SPD, mutmaßte, „vielleicht hat es auch manchmal geholfen, den schwarzen Fürsten der Finsternis ab und zu auf den linken Weg der Tugend zu schicken“.

Wie man beim Hessentag mit Großscher Dreistigkeit bis zur Reihe der Minister-BMWs vordringt, ohne an den Absperrungen aufgehalten zu werden, schilderte Rotenburgs Bürgermeister Christian Grunwald, der mit Georg Lüdtke (Alheim) die Zusammenarbeit Bebra, Rotenburg, Alheim (Zubra) vertrat.

Allzu viel Lob ist ungesund, meinte Albert Fernau für den Magistrat und riet ab von einer Heiligsprechung des Gilfershäuser Originals Horst Groß. „Ab 1. März bist du zu Hause. Halte dich bitte auch dort auf“, forderte Fernau „unser aller Horst“ auf. „Dicker Kopf, dickes Fell, zwickt die Angie ins Fell“, reimten Ralf Orth und Marco Zobel vom Hauptamt.

Einer, der Mensch geblieben ist, nannten Bürgermeister Thomas Klöppel und Frank Schuchardt aus Friedrichroda den Tausendsassa im Ruhestand. Sie brachten ihm eine alte Schultafel als „Schikanezettel“ mit.

Auch vom Niederrhein war man angereist: Oberstleutnant Michael Helmich, ehemals Kommandeur in Rotenburg, nannte Groß einen Pfundskerl, was diesen zu der Bemerkung veranlasste, er sei so viel gelobt worden, dass ihm die Schamesröte nicht mehr aus dem Gesicht weichen wolle.

Volker Jaritz (Breitenbach/H.), einer der vielen anwesenden aktiven und ehemaligen Bürgermeister, zündete ein Feuerwerk aus Witzen, die Gilfershäuser Originale Lisbeth und Hertha (Katrin Claus und Carin Germeroth) rechneten mit ihrem „Chef“ ab, draußen briet die Freiwillige Feuerwehr Gilfershausen Würstchen, und drinnen in der schönen Aula der Beruflichen Schulen gab es Salate der Gymnastikfrauen. Und fürs Bier, dafür sorgten Mitarbeiter der Verwaltung.

Quelle: HNA

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