Sie pflegen den Gesang

Mitglieder des Sängerbezirks Rotenburg trafen sich in der Gudetalhalle

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Stimmgewaltig: Der Frauenchor Ober- und Niedergude unter der Leitung von Reiner Marth.

Niedergude. Der Pflege des Chorgesangs war das Bezirkssingen des Sängerbezirks Rotenburg am vergangenen Samstag in der Gudetalhalle in Niedergude gewidmet. Fünf Chöre, sowohl aus dem Ort als auch aus der Nachbarschaft, nahmen daran teil.

Mit dabei waren der MGV Niedergude (Leitung: Reiner Marth), der MGV Seifertshausen (Leitung: Wolfgang Clarenbach), die Chorgemeinschaft 1891/1946 Lispenhausen (Leitung: Klaus-Dieter Penzel), der Frauenchor Ober- und Niedergude (Leitung: Reiner Marth) sowie der Gesangverein Heinebach (Leitung: Klaus-Dieter Penzel), der als Gastchor an der Veranstaltung teilnahm.

Unbeschwerter Freiraum

„Singen im Verein heißt, seine eigene Freizeit zu organisieren und etwas für die Gemeinschaft zu tun“, sagte Alfred Marth, Vorsitzender des MGV Niedergude. „Diesen unbeschwerten Freiraum der Musik gilt es im Alltag unbedingt zu bewahren.“

Den gesanglichen Auftakt gab der MGV Niedergude mit einem Danklied. Danach waren vom örtlichen Chor ein russisches Volkslied, „Einsames Glöckchen“ und „Der Jäger Abschied“ von Josef von Eichendorff zu hören. Durch das Programm führte Reiner Marth, der sowohl den MGV Niedergude als auch den Frauenchor Ober- und Niedergude dirigiert. Seine Moderation umrahmte er mit Zitaten bekannter Dichter und Gelehrter.

Auf diese Weise erhielt das Bezirkssingen neben dem Gesang eine weitere besondere Note. Auch Peter Bayer, Bezirksvorsitzender des Sängerbezirks Rotenburg, begrüßte die Gäste. „Das regelmäßig stattfindende Bezirkssingen dient auch der Pflege der Gemeinschaft.“ Und weiter: „Alte Freundschaften werden in diesem Rahmen gepflegt und neue entstehen.“ Peter Bayer sprach sich für den Erhalt des Bezirkssingens aus, wenn die Vorbereitungen auch mit Arbeit verbunden seien. „Wir haben schon so viele Treffen mit schönen Vorträgen erlebt, dass wir darauf nicht verzichten wollen“, so der Bezirksvorsitzende. „Die Vorbereitung auf das Bezirkssingen dient der Motivation, in den Übungsstunden Neues einzustudieren.“

Ehrungen: (von links nach rechts) Marco Gerke, Reiner Marth, Alfred Marth, Heinrich Rabe (60), Günter Kerst (40), Ute Grimm (25), Peter Bayer und Helmut Wendel (25).

Mit neuen und modernen Stücken glänzte der MGV Seifertshausen. Sie sangen einen Gospel, „Heaven is a wonderful place“ sowie „Griechischer Wein“ von Udo Jürgens und „Die kleine Kneipe“ von Peter Alexander.

Die Chorgemeinschaft Lis-penhausen, die sich aus dem Eisenbahnerchor und der Chorvereinigung zusammensetzt, präsentierte dem Publikum drei Stücke: „Im Abendrot“, „Der Wanderer“ und „Amazing grace“. „Ohne sängerische Zusammenschlüsse geht es heute nicht mehr“, hatte Bezirksvorsitzender Peter Bayer, der bei der Chorgemeinschaft Lispenhausen mitsingt, zuvor erklärt. Der Frauenchor Ober- und Niedergude sang „Wohl dem, der nicht wandelt“, „Swing low“ und „Abendruhe“. Die Gäste aus Heinebach ließen mit ihrem Auftritt den gesanglichen Ausklang zu einem Höhepunkt werden, der von einem gemeinsamen Schlusslied „Bunt sind schon die Wälder“ gekrönt wurde.

Von Alexandra Koch 

Quelle: HNA

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